Sonnennest

31 Oktober 2019

Feeling lonely?

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Krähengeschenk

“Have you been feeling lonely too?” stand da heute im Betreff einer E-Mail. Und da kam es raus, so klar, wie noch nie: “No.”!

Da ist was geschehen in Mallorca, das ich am ehesten mit einem gefühlten “Rückanbinden” übersetzen kann. Das Meditieren, ohne zu wissen wie’s funktioniert. Die, nicht mehr so schräg anmutenden, Übungen; das Wut aufrütteln und rausbrüllen und rausschreien … Etwas hat sich verändert.
Nein, ich fühle mich nicht einsam. Ich fühle mich nicht alleine. Ich fühle mich angebunden – ohne zu wissen wo überhaupt.

Mit der “Gott”-Begrifflichkeit tu ich mich nach wie vor schwer. Das christliche Konzept davon ist noch zu präsent in mir, obwohl meine Wahrnehmung anderes ahnt. Wir könnten es auch Natur oder Universum oder Spirit oder oder oder nennen. Du hast vielleicht den deinen, einen gut passenden Begriff. Meinen finde ich noch.

Noch nie war’s mir so klar: eine spirituelle Praxis haben ist Seelennahrung. Ist Gold in Handlungen. Eine Praxis, die uns mit der Etage oberhalb unseres Verstandes verbindet, kann uns viel geben: Ruhe, Klarheit, Struktur, Gelassenheit, einen Fixpunkt wenn alles blöd ist, eine beizubehaltende Aufgabe, wenn alles gut rennt. Seit Mai, jeden einzelnen Tag, gibt es zumindestens ein paar wenige Minuten einer Kundalini Yoga Meditation. 10 Jahre habe ich dafür gebraucht, mich endlich ranzuwagen. 10 Jahre, bis ich eine Meditationspraxis gefunden habe, die mir entspricht. Den Hebeln, die in Gang gesetzt wurden, damit es dann nun endlich soweit war, ein Halleluja. Mir selbst ein Danke. Fürs Ausprobieren trotz Schiss und über-die-Maßen Respekt.

Heute sind die Schleier zwischen dem Hier und der Anderswelt ja recht dünn, heißt es. Es lädt mich zum mich-ausdehnen ein.
Eine Krähe flog direkt über mich hinweg, als ich heute aus dem Yogaraum gekommen bin. Sie hat mir eine halbe Walnuss geschenkt. Ich hab sie angenommen. Das ganze Universum in einer Nussschale … hat da mal jemand geschrieben.
Wenn man ein bisschen Magie-affin ist und an sie glauben mag, an das Zusammenhängende, an Fäden, die verknüpfen und verbinden, anstatt einzuschnüren und zu behindern, für den gibt’s kleine Wunder und Geschenke. Hinschauen und Wahrnehmen muss man nur.

Falls Kerzerl zur Hand – anzünden, reinschauen, einatmen, PAUSE spüren, ausatmen, PAUSE spüren, weiter so. 3 Minuten oder solange du magst.
Ein schönes Hexenneujahr!

Sat Nam,
Nina Rebekka