Sonnennest

13 Juli 2018

die eigene Geschichte heilen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Pandoras Box

Eiin kleiner Tisch, ein paar Steine … ein weiteres Puzzleteil.
Wir alle haben Geschichte/n. Wir tragen sie in uns, unsere Körper spiegeln sie wieder, unsere Gedanken erzählen sie uns, unsere Muster verraten sie.
Manchmal fühlen wir uns wie fremd gesteuert, ungläubig und verständnislos den eigenen Reaktionen gegenüber. Da wird’s dann interessant.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, war’s hier in mir wieder mal so weit. An einem Punkt angekommen, an dem ich alleine nur mehr Pirouetten drehte und nicht den Weg zur Ruhe im Innen finden konnte. Jemand musste unterstützen. Bitte, Hilfe!

Und da saßen wir: ein kleiner Tisch, ein paar Steine, ein Teil Familiengeschichte. Ein “Koffer” voll “nicht-mein-Scheiß”. Wir übernehmen so oft etwas von unseren Lieben, um sie zu entlasten. Unterbewusstsein Ahoi. Kindesliebe Ahoi!
Die (Ursprungs-)Familie als ein kleines Kollektiv trägt eben auch zum Kramuri im Seelenleben bei. Bei so viel Nähe und vor allem auch der Aufnahmebereitschaft, die wir als kleine Menschen haben (hatten), ist das alles unterm Strich gar nicht verwunderlich (what a word!).

Alles, was wir zwar haben, aber doch gar nicht haben möchten, landet irgendwann im persönlichen Pandoraschachterl. Fest verschlossen – man will den eigenen Untergang schließlich nicht hervorbringen.
Die Sache mit dieser Pandorabox ist, dass wir mit all dem Uäh und Gack inneliegende Schätze vergraben. Manches mal sind diese so tief vergraben, dass es einer Kernbohrung bedarf, um ein bisschen Glitzer zu erhaschen.

Eine gute Kernbohrungsmethode, die ich für mich als solche erkannt habe ist: JA.
Meine innere Bereitschaft etwas aufzugeben, abzugeben, rauszulassen, zu beenden. Auszusteigen aus einem Teil Geschichte, keinen Willen mehr haben, etwas fortzusetzen, weil der Wunsch nach “es ist gut (für mich)” viel, viel größer ist. – Mit dieser inneren Ausrichtung, ist der Schritt zur Heilung schon zu einem Großteil gegangen.

Lass dich drauf ein.

Meine eigene Geschichte zu heilen ist ein Motor. Es bedeutet für mich innere Freiheit. – Die Freiheit haben, nach eigenen Standards zu handeln. Nicht mehr fremdgesteuert denken und reagieren. Ich mag’s mir leichter machen. Ich mag MICH so gut kennenlernen wie’s eben möglich ist. Selbstreflexion, Hellhörigkeit, Bereitschaft hinzuschauen und einen kleinen Schritt gehen – dieses innere JA. Viel mehr braucht es nicht.
Das Leben übernimmt den Rest und bringt uns die Umstände und Situationen zum Lernen und Erkennen. Nicht immer angenehm, aber durchaus heilsam. Wenn wir das wollen.

Sei mutig und hab dich lieb.

Alles Liebe,
Nina Rebekka