Sonnennest

10 Juli 2018

selfcare

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

sei lieb zu dir

… Da bin ich gar nicht mal so gut drin. Das Bildchen hängt bei uns im Bad. Zum (sich-)erinnern: Sei lieb zu dir. Kümmere dich um dich selbst!

Und doch bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Wenn mir was weh tut, werde ich hellhörig und achte mehr auf dieses körperliche Signal. Wenn was länger weh tut, suche ich mir Hilfe von außen. Ich geh unregelmäßig regelmäßig zu meiner Masseurin. Ich weigere mich das Kind zu Bett zu bringen, wenn ich merke, dass mein Akku auf Null ist und mein Nervengerüst blank (das ist nicht immer leicht, aber es fühlt sich dennoch für mich richtig an).

Ich habe gelernt mir Hilfe zu suchen, wenn ich alleine nicht weiter komme. – Egal ob es da um “zu erledigende Dinge von der To-Do-Liste geht” oder Thematiken, die mich beschäftigen. Ehrlich gesagt tut das ziemlich gut, wenn man Hilfe bekommt, die man sonst nicht gehabt hätte, eben WEIL man selbst nachgefragt hat.

Möglichst nicht unangenehm auffallen.
Sich nicht beschweren.
Es alleine schaffen müssen.

Klingelt’s irgendwo?

Allen gerecht werden wollen. Nein sagen. Nein sagen?!
Im Beruf alles geben. Für die Freunde da sein, für die Eltern, den Partner (ab und an) verwöhnen, den Kindern alles geben, was geht. Wie soll das gehen? Auf Dauer? Überhaupt?!

Sich selbst auf Mindestversorgung stellen (waschen, Zähne putzen, essen, schlafen) und sich weiter nichts geben, geht auf die Dauer nicht gut.

Du musst dir wichtig genug sein, um auf deinen Körper zu hören. Müdigkeit, sich-ausgelaugt fühlen, quasi dauerreizbar sein sind schon Hilferufe von innen.
Es ist weiters nicht okay, schmerzende Stellen über Wochen hinweg durch deinen Alltag zu schleppen, mit dem so-klassischen “es wird schon von alleine gut werden”-Ansatz. Not gonna happen. Zumindest nicht, wenn sich an deiner Art und Weise mit dir umzugehen nix ändert. Unser Körper ist ein mächtiges Kommunikationswerkzeug.
Einzelne Gelenke an meinen Händen und Fingern z.B. fangen regelmäßig an zu schmerzen, wenn ich schon für längere Zeit im ausgelaugt-Modus, mit viel zu vielen Handlungen unterwegs war. Das ist dann schon das rote Alarmlämpchen samt Nebelhorn.

Erkenntnisse können immer nur vom jeweiligen Innen ins eigene Hirnkastl kommen. Aber wirklich, ich wünschat mir sehr, dass wir alle viel mehr auf uns selbst achten. Dass wir sorgsamer mit unserem Energiehaushalt umgehen und dass wir uns selbst mit unseren Bedürfnissen mindestens genauso ernst nehmen, wie unsere liebsten Menschen.
Das würde die Welt schöner machen – im kleinen und im großen.

Alles Liebe,
Nina Rebekka