Sonnennest

1 Juli 2018

hell. dunkel. hell und dunkel.

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

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Am Donnerstag war die “Scheibe” voll. – Also die Kugel, also der Mond. Die Mondin.
Das war Thema in der Yogastunde.

Mondenergie = weiblich. Von der lichten Seite (der von der Sonne beschienen Seite) kann man wunderbar mit ganz vielem arbeiten. Mit Spürigkeit, mit dem eigenen Zugang zum Weib sein, mit dem sich-tragen-lassen, mit dem ins fließen kommen, mit Sinnlichkeit.

Das Bild, das ich zum Vollmond aber hatte, war einerseits die hell-beschienene Seite UND auf der anderen (der Rückseite?) die dunkle Seite der Mondin. Weil in dem Yin-Teil ja nochmals Yin und Yang vorhanden ist. Hell UND dunkel. Nährend und kriegerisch-verteidigend. Freundlich, nett, gut drauf und knurrend-murrend Zähne zeigend grantlert.

Die Erkenntnis für mich: ich mag meine knurrend-murrende Seite mehr mögen. Ich versteh sie ja und weiß, wodurch sie getriggert wird und wann sie es ist, die handeln muss. Aber ich bin nicht sehr nachsichtig mit ihr. Ich ver-urteile (Foto – this is me judging) und bin unzufrieden mit meinen schlechten Tagen. Weil mein Bild zum Frau-Sein / Mensch-Sein auch vermurkst ist. Weil nicht gut drauf sein gesellschaftlich nicht so gern gesehen ist und weil ich mich nicht wohl fühle in meiner Haut.

Aber so sehr ich’s auch genieße, wenn alles schön ist und einfach und fröhlich – wir Menschen haben eine zu breite Palette an Emotionen und Ausdrucksmöglichkeiten, als dass uns stetig nur die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen kann.
Wir pendeln mit allem, das uns umgibt. Wir schwingen zwischen und mit den Gegensätzen. Das ergibt ja auch Reichtum. Inneren. Erfahren, spüren, wahrnehmen, annehmen, Schlüsse draus ziehen.

Möge ich mehr mitfühlend mit mir sein.
Möge ich klar und eindeutig erkennen, was mir gut tut und was nicht.
Möge ich die Fähigkeit meine Grenzen zu kommunizieren weiter verfeinern.
Möge ich mein so-sein annehmen. Immer und immer und immer wieder.

Aho.
Nina Rebekka