Sonnennest

7 Juni 2018

mir auf der Spur

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Kirsche

Da ist dieser Gedanke – “Ich bin mir auf der Spur.”. Und dieses Gefühl wieder mehr dran zu sein. Wieder näher ran zu wollen, an dieses ICH.
Das ICH ist ja oft verschrien in esoterischen Kreisen. Das ICH will immer irgendwas und ist laut und macht Unfug. Das ICH ist quasi lebenslang in der Trotzphase. – Aha! Es strebt nach Autonomie. ICH strebe nach Unabhängigkeit!

Ich will unabhängig sein von meiner eigenen Geschichte. Ohne Vorwürfe, ohne Weh, ohne innere Qual. Ohne Fingerzeige, ohne Verurteilungen, ohne Abwehr. Das ist eine ziemlich lange Liste von “wollens” und der Weg dorthin ist mir nicht ganz klar.
Annehmen und Loslassen les ich da und dort. Das klingt super einfach und absolut logisch. Aber auch etwas abstrakt.

Solange in diesem meinen Körpersystem sich nämlich Gedanken und Emotionen die Hand geben, solange es Auslöser im Außen gibt, die Gefühltes und Erlebtes in Bildern hochrufen, solange ist es eben nicht SO schlicht anzunehmen.
Was nun?
Was nun?

Ich nehme folgendes an: Inneres Reinemachen und einen Frieden für sich finden – mit allem, was womöglich schief oder für einen nicht optimal gelaufen ist, ist ein Prozess. Es gibt selten diese EINE großartige Handlung, die schlagartig alles gut sein lässt. Mit Emotionen muss man mit und das ist nicht immer lustig. Hier wo ich stehe, kann ich grade nichts anders tun, als mir ein JA zu geben. Eine Erlaubnis – für Zeit, für Raum, für keinen Plan haben, fürs nicht-perfekt sein, fürs nicht-so-sein-und-so-handeln-und-so-sprechen wie ich’s einfach gern immer täte (ohne auch mal hysterisch und ausfallend zu werden in etwa).

Hier kann viel über die Hintergründe spekuliert werden. Aber ehrlich – die meine ist keine außergewöhnliche Seinsgeschichte. Aber so wie jede/r von uns, gibt’s auch hier die eine oder andere Schramme im Innen. Und eine große Sehnsucht nach heil-sein. Nach noch mehr Freude, kilometerlanger Leichtigkeit, vor allem aber eine Sehnsucht nach meinem absolut echtesten ICH. – Weil ich daran glauben mag, dass dieses Leben hier – deines und meines – und unsere Welt das allerschönste Dasein erreicht, wenn wir bei uns und mit uns selbst sind. ECHT.

Aho.
Nina Rebekka