Sonnennest

20 April 2016

neuntes Monat

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Babybauchpolaroid

Die Waschmaschine verfärbt die Hemden des Mannes dezent-rosa (dies mal isses wirklich nicht meine Kombinationsgabe von weißer mit rötlicher Wäsche, die dran schuld hat!), ich zwick mir den Finger in der Tür ein, quasi ständig fällt mir irgendwas runter und ich muss mich sodgebrannter, “dick”bäuchiger Weise danach bücken. Wasser- und Feuerelement sind aus dem Lot, Hormone schießen wild um sich. Manchmal fühl ich mich ohne Land und mit nur mäßigem Kontakt zu diesem, meinem “ich”. Spätschwangerschaft!

und immer ist alles anders

Wir Frauen sind Helden (jajaja, ganz ohne gendern). Ihr Mehrfachmütter da draußen – Respekt! – ich hab keine Ahnung, wie ihr Schwangerschaft nebst schon-da-Kind/ern gebacken kriegt.
Egal welche Vorstellungen da waren, was an Gehörtem und Gelesenem aufgenommen worden ist: schwanger sein ist eine Aneinanderreihung von ständigem “neu” und “anders”. Kein Fahrplan, kein Schema, keine Logik – ich wiederhole: keine Logik.

Dem Mann an meiner Seite unendliche Dankbarkeit für sein so-Sein.
Für sein da-Sein, fürs Zuhören und halten, fürs gemeinsame Lachen, fürs sein-lassen-Können. Denn manchmal braucht’s keine Lösungen und keine Strategien und kein Tun.

Ehrfurcht. Hinspüren. Annehmen üben. Ungewissheit. Stille Tiefen. Momente ungeahnter Zartheit.

An alle schwangeren Frauen da draußen: ich denk an euch!

Alles Liebe,
Nina Rebekka

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