Sonnennest

10 Dezember 2019

Blurry

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Lindy Hop Graz

Dort zwischen Swing Outs, Turns, Swivels und Texas Tommys … alles ist in Bewegung.
Hier zwischen und damit – Innenwelt und Außenwelt … alles ist in Bewegung.

Innenwelt: Drang nach Veränderung, Angst vor Veränderung, Angst vor Verlust, Angst vorm Sterben (im echten, wörtlichen und übertragenen Sinn), Dankbarkeit, Demut, Freude, Stille, Aufruhr, Panik, Selbstverurteilung, Dankbarkeit (ja, immer wieder), Lachen
Spätestens wenn sich die Jahre ihrem jeweiligen Ende neigen, mache ich gern mal Inventur. Wobei mein Gefühlsleben so laut und bunt und klar ist, dass sich Bestandsaufnahmen dieser Art das ganze Jahr über abspielen. Manchmal mehrmals täglich.

“Es ist so eine dichte Zeit.” höre ich manche sagen. Ja. Aber es wäre ja auch eine stille Zeit. Nur dass das dem Handel nicht so recht gefallen täte. Das Dichte ist ein bisschen leichter zu beatmen, wenn man den Raum dafür hat. Das Tanzen ist so gut auf dem Lebensweg – da ist auch mal viel Platz, dann wieder wenig; du lernst dich mit diesem Platz zu arrangieren, ohne deine Bewegungen als eingeschränkt wahrzunehmen. Es fördert deine Kreativität. Du lernst schnell zu reagieren und als Führender im Paartanz, voraus zu denken.
Auch hier begegnen dir die Zyklen. Es gibt kein wirkliches Stillstehen … alles ist in Bewegung.

Das Leben tanzt um uns rum und vieles können wir gar nicht recht beeinflussen. Ich kann mir gute Tanzschuhe besorgen, mich kleiden, so dass ich mich wohlfühle, ich kann mich unter einen guten Stern stellen (gute Gedanken, eine Portion Grundvertrauen in mir pflanzen, mir Werkzeuge aneignen, die den Stern immer wieder über mir montieren können) und dann heißt es  t a n z e n. Das hier ist kein Turnier, es gibt nichts zu gewinnen, dafür auch nichts zu verlieren. Nichts ist gewiss, außer dem Exit nach den letzten Takten.
Davor können wir nur lernen Mensch zu sein, mit allem was uns und diesen menschlichen Zustand ausmacht. Wir können lernen mit dem Leben zu leben, das sich uns präsentiert und wir können darin das gestalten, was wir selbst gestalten können. Das allermeiste davon spielt sich in der Innenwelt ab. In deinen, meinen Gedanken. “Mind is a unit energy given to you to serve you. Be its guide and not its slave.” “When we feel we are limited, we become limited. When we feel we are unlimited, we become unlimited.” (Yogi Bhajan)

Eine mögliche Jahresausklangsübung: Inventur machen – Wie geht es dir mit dem “Tanzen”?

Alles Liebe, Sat Nam
Nina Rebekka


4 November 2019

Geldmeditation

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Geldmeditation Kundalini Yoga

Hier also was praktisches aus dem Kundalini Yoga: eine Meditation, die Geld herbei schafft. Klingt erst mal komisch, funktioniert aber.
Der Mann war sehr optimistisch ob der Möglichkeiten und dachte 1 x reicht für den nächsten Lotto Sechser. Hat es nicht ;O)
In der Zeit, in der ich die Meditation jeden Tag gemacht habe ist aber sehr wohl Geld reingeflattert. Überraschend, weil gar nicht erwartet. Keine Millionen, aber immerhin ein paar hunderte Euros.

Es gibt im Kundalini Yoga viele Meditationen für Wohlstand, wobei es hier weit über das Finanzielle hinaus geht. Wahrer Wohlstand bedeutet in dem Zusammenhang, dass du, alles, was dir im Leben begegnet als Geschenk wahrnehmen kannst. Auch die wirklich grauslichen Sachen. Und ja, es gibt sicher nur sehr wenige von uns, die das so sehen können. Ich bin dort auch noch lange nicht.

Diese Meditation also mal zur Empfehlung, wenn es tatsächlich um Cash, die Münzen, die Scheine geht. Hier ein Video dazu. Da kann man das prima mitmachen. Und ja, singen ist angesagt zu folgendem Mantra:

Har Har Har Har Gobinde
Har Har Har Har Mukande
Har Har Har Har Udaare

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31 Oktober 2019

Feeling lonely?

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Krähengeschenk

“Have you been feeling lonely too?” stand da heute im Betreff einer E-Mail. Und da kam es raus, so klar, wie noch nie: “No.”!

Da ist was geschehen in Mallorca, das ich am ehesten mit einem gefühlten “Rückanbinden” übersetzen kann. Das Meditieren, ohne zu wissen wie’s funktioniert. Die, nicht mehr so schräg anmutenden, Übungen; das Wut aufrütteln und rausbrüllen und rausschreien … Etwas hat sich verändert.
Nein, ich fühle mich nicht einsam. Ich fühle mich nicht alleine. Ich fühle mich angebunden – ohne zu wissen wo überhaupt.

Mit der “Gott”-Begrifflichkeit tu ich mich nach wie vor schwer. Das christliche Konzept davon ist noch zu präsent in mir, obwohl meine Wahrnehmung anderes ahnt. Wir könnten es auch Natur oder Universum oder Spirit oder oder oder nennen. Du hast vielleicht den deinen, einen gut passenden Begriff. Meinen finde ich noch.

Noch nie war’s mir so klar: eine spirituelle Praxis haben ist Seelennahrung. Ist Gold in Handlungen. Eine Praxis, die uns mit der Etage oberhalb unseres Verstandes verbindet, kann uns viel geben: Ruhe, Klarheit, Struktur, Gelassenheit, einen Fixpunkt wenn alles blöd ist, eine beizubehaltende Aufgabe, wenn alles gut rennt. Seit Mai, jeden einzelnen Tag, gibt es zumindestens ein paar wenige Minuten einer Kundalini Yoga Meditation. 10 Jahre habe ich dafür gebraucht, mich endlich ranzuwagen. 10 Jahre, bis ich eine Meditationspraxis gefunden habe, die mir entspricht. Den Hebeln, die in Gang gesetzt wurden, damit es dann nun endlich soweit war, ein Halleluja. Mir selbst ein Danke. Fürs Ausprobieren trotz Schiss und über-die-Maßen Respekt.

Heute sind die Schleier zwischen dem Hier und der Anderswelt ja recht dünn, heißt es. Es lädt mich zum mich-ausdehnen ein.
Eine Krähe flog direkt über mich hinweg, als ich heute aus dem Yogaraum gekommen bin. Sie hat mir eine halbe Walnuss geschenkt. Ich hab sie angenommen. Das ganze Universum in einer Nussschale … hat da mal jemand geschrieben.
Wenn man ein bisschen Magie-affin ist und an sie glauben mag, an das Zusammenhängende, an Fäden, die verknüpfen und verbinden, anstatt einzuschnüren und zu behindern, für den gibt’s kleine Wunder und Geschenke. Hinschauen und Wahrnehmen muss man nur.

Falls Kerzerl zur Hand – anzünden, reinschauen, einatmen, PAUSE spüren, ausatmen, PAUSE spüren, weiter so. 3 Minuten oder solange du magst.
Ein schönes Hexenneujahr!

Sat Nam,
Nina Rebekka


24 Oktober 2019

Camp Grace Mallorca 2019

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Camp Grace Mallorca 2019

Ein kurzer Bericht. Nicht sehr detailverliebt. Es war ein Rausch …

Der Ort: Santuari de Lluc im Tramuntana Naturschutzgebiet auf Mallorca. Wunderschöne Bilder der Berge und des Grüns der Umgebung, begleiten mich wohl noch lange.

Tramuntana Santuari de Lluc

Da saßen wir also. Geschätzte 100+ Frauen, auf einer betonierten Bodenfläche, mit einem soliden Dach über dem Kopf aber keinen Wänden ringsherum. Mallorca im Oktober – sonnig und warm und dann wieder nicht. Der Ruf aus dem Herzen hat mich hierher gebracht: Kundalini Yoga und ich, ganz am Anfang unserer Beziehung, warum also nicht gleich mal intensiv mit 3,5 Tagen richtig rein starten?

Frauen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft, mit den spannendsten Geschichten. Ganz “normale” wunderbare Frauen. Nicht jede spricht mich auf eine gute Art und Weise an. Aber auch darum geht es “Seek out the woman who rubs you the wrong way.” Warum stört mich was an diesen anderen Frauen? Ganz oft finde ich zur Antwort, dass sie etwas ihr eigen nennen (an Eigenschaften), das ich mir selbst (noch) nicht zugestehe.

Guru Jagat Camp Grace Mallorca Ra Ma Institute

Rein theoretisch beginnt der Tag um 4.00 mit der morgendlichen Sadhana (Praxis). Danach am Programm: Woman Embodiment Practice = African Dance, Frühstück, Vormittagssession Kundalini Yoga, Mittagessen, African Dance Choreografie, Nachmittagssession Kundalini Yoga, Abendessen, Abendsession Kundalini Yoga und noch ein abschließender Programmpunkt, der das Gesamtprogramm mit 23.00 beendet.
Mein Einstieg ins Programm ist das Frühstück. Davor gibt es keine Motivation. Als Anfängerin gestehe ich mir das zu.

Die Kundalini Yoga Einheiten sind, wie erwartet, intensiv – auf physischer Ebene, vor allem aber für den Kopf, den mentalen Körper, sehr fordernd. Brauch ich da jetzt wirklich eine Pause oder ist es Bequemlichkeit?
Wir chanten. Wir halten und bewegen unsere Arme in für mich ungewohnten Posen, auf ungewohnte Art und Weise. Mein Po ist sonntags froh dass es vorbei ist. Er braucht eine Pause vom Meditationssitz.

Viele der Kriyas (Übungen) sind vergessen. Aber dass ich eine Stunde lang durchgeklatscht habe (meine Arme nach oben und nach unten bewegend), das weiß ich noch sehr gut. Es sind einige Meditationen dabei, die eine Stunde dauern. Die fordernderen oft “nur” 11 Minuten. Aber 11 Minuten können echt sehr lang sein.

Zwischendurch wenige Pausen, Keine wirkliche Freizeit “This is not a retreat.” (Guru Jagat). Zwei kleine Abstecher in die Kapelle der schwarzen Madonna sind aber drin. Noch nie hab ich mich in einer Kapelle so wohl gefühlt. Die heimeligste Atmosphäre!

Santuari de LlucSantuari de Lluc Basilica

Was ich mir mitgenommen habe:
Mein Körper ist leistungsfähig.
Ich muss mehr daran arbeiten, meine geistigen Kapazitäten FÜR mich einzusetzen.
“Make yourself a queen and everyone around you will become royal.”
Kundalini Yoga mag ich wirklich.
Das nächste Mal nehm ich ein anderes Meditationskissen mit.

Mehr mit Praxisbezug … demnächst.

Alles Liebe, Sat Nam,
Nina Rebekka


24 September 2019

Wir wachsen aneinander

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Tarot and Oracle

In mir drinnen, Erkennen, Verknüpfen, Ruinen. Hinter dem Erkennen und dem Schmerz steht ein Horizont voll neuer Möglichkeiten, dahinter ist Freiheit. Aber erst mal die Ruinen abtragen und dem Prozess Raum geben. Wachsen.

Ich bin emotional. Ich trage mein Herz auf der Zunge. Ich überlege viel. Und manchmal hau ich voll daneben. Ich spreche oftmals zu ehrlich und es erschreckt mich zu erkennen, wie viel ich werte – be-werte und ab-werte.
Vor kurzem hat mir jemand einen Spiegel vorgehalten. Es war mehr als unangenehm. Das Spiegeln hat mich an einer Wunde erwischt, die irgendwo da unten, ganz weit hinten vergraben war. In einer Kiste, in einer Schachtel, im letzten Winkel. Der Spiegel hat die verstaubte Schachtel aus dem Regal geholt und der Deckel der Kiste ist richtiggehend weg gesprengt worden.

Wir brauchen einander, manchmal auch um uns im Wachsen zu unterstützen. Wie gesagt, angenehm, ist das nicht immer. Eigentlich so gut wie nie.

Wenn dich jemand verletzt (die wenigsten von uns verletzen mit Absicht!! also gehen wir einfach mal davon aus), springt dein Ego ziemlich schnell an. Verteidigungshaltung, Gegenangriff. Es ist viel einfacher den Feind im Außen zu sehen und zu suchen. Es ist viel leichter, wenn “die Anderen” Schuld sind. Lass deinen Kopf all das denken. Es ist okay, dich zu fühlen, wie du dich fühlst. Aber dann gibt es die Ebene/n, die drüber sind:
Was ist dein Teil an dem Ganzen? Wo und warum berührt es dich? Wo hast du bis jetzt nicht hingeschaut? Liegt für dich Wahrheit in der Botschaft / den Worten des Anderen?

Yogi Bhajan hat 5 Sutras für das Wassermannzeitalter festgelegt … hier die, die mir in meinem emotionalen Gatsch-Umbruchs-Wachstumsprozess grade helfen bzw. schon geholfen haben:
ERKENNE DASS DU DIE ANDERE PERSON BIST. – Dass es diese Trennung von mir zu dir eigentlich gar nicht gibt. Und dass sich A und B immer gut in ihren eigenen Wunden und Verletzungen ergänzen. – Wenn es, wie in meinem Fall um “unangenehme” Gespräche geht.
ES GIBT EINEN WEG DURCH JEDWEDE BLOCKADE. – Es also, wenn du das Gefühl hast, da gehört was geändert (in dir), aktiv angehen. Erst mal durch die innere Entscheidung zum Verändern. Die Wege und Möglichkeiten finden sich dann. (Oder du befragst die Suchmaschinen nach Kundalini Yoga-Tools zu deinem Thema und praktizierst dann mal drauf los.)
VERSTEHE DURCH MITGEFÜHL. – Wenn du das Gefühl hast, angegriffen zu werden, ist der Verteidigungsmodus, der Gegenangriff das Naheliegendste. Das Sinnvollste aber nicht immer. Verstehe vor allem dich. Wo kommen deine (emotionalen) Reaktionen her? Was ist deine Geschichte dahinter? Und versuche auch die Geschichte oder die Beweggründe des Gegenübers zu sehen, zu verstehen, wie es zum so-Handeln kommt / gekommen ist.

Eine von Yogi Bhajans Regeln für Kommunikation im Wassermannzeitalter lautet: POKE – PROVOKE – CONFRONT – ELEVATE.
Das ist kein streichelweicher Ansatz. Das bedeutet auch nicht, dass du laut oder mit Aggression kommunizieren musst. Eine klare, ehrliche Art und Weise zu kommunizieren piekst uns ganz oft. Wir fühlen uns provoziert und konfrontiert. Uns zu erheben, daraus zu wachsen, größer zu werden – das liegt dann vor allem an uns.

Bei alledem darfst und sollst du in Konfrontationen und Gesprächen aber auch gut hinspüren und deiner inneren Authorität vertrauen: Was ist wahr an der Sache? Was resoniert mit mir?

Viele verletzte innere Kinder sind da draußen unterwegs. Eines davon sitzt hier und schreibt. (Guru Jagat sagte mal in einer ihrer Lectures “Something happened to you when you were very young. It’s called childhood.” :O)
Irgendwann kommt der Punkt, wo wir wohl mit Mitgefühl unsere Mechanismen betrachten und mit Ehrlichkeit evaluieren sollten, was ist wirklich tragbar und sinnvoll für uns selbst und unsere Mitmenschen?
Ich hab viel, viel für mich erkannt. Zeit einen Teil meiner Vergangenheit zu befrieden und gehen zu lassen.
Ein Zitat eines Kundalini Yoga-Lehrers (“Catalyst Yogi”), das ich sehr schön finde und das mich dazu eingeladen hat, nicht zu harsch oder überhaupt mit mir selbst ins Urteilen zu gehen: “Being raised in the age of darkness while holding on to your light was no easy feat.”

Wir sind da durch. Der Wassermann hilft im klar sehen. Und ganz oft helfen uns auch unsere Mitmenschen dabei. Danke. Und aua.

Alles Liebe und Sat Nam.
Nina Rebekka

 


31 August 2019

40 Tage Arme hoch. Longevity Kriya

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

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Ein langes, gesundes Leben. Eine Komplettüberholung für unser gesamtes Körpersystem – insgesamt 10 Körper nach Kundalini Yoga-Lehre. Ein Rauskicken von allem Ungesunden aus allen diesen 10 Körpern. Ein bisschen mehr Freiheit (im Innen und dann im Außen) soll die Übung auch bringen.

Das Longevity Kriya ist das erste Kriya (wörtlich “Handlung”, bezeichnet im Kundalini Yoga sowohl einzelne Übungen bzw. Meditationen, sowie eine ganze Reihe / Sequenz von Übungen) die ich über 40 Tage lang (also jeden Tag) praktiziert habe.
Mit Hilfe von diesem Video hier. Mit der Abwandlung, die linke Handfläche nach oben zu drehen. Nachdem ich in vielen anderen Beschreibungen und Anleitungsvideos selbiges rausgehört bzw. rausgelesen habe. (Wie etwa hier bei Gurmukh.)

Die Kriya wird über 9 Minuten hinweg gehalten. – Mit der Option kürzer zu beginnen und sich langsam auf die 9 min. hochzuarbeiten. Was hier nicht der Fall war. Ich ging einfach gleich mit den vollen 9 Minuten rein. Und nein, es ist im Verlauf der 40 Tage nicht wirklich leichter geworden. Es ist fordernd. Vor allem für den Kopf, der an manchen Tagen gut mitgegangen ist, an anderen wiederum sehr quengelig war.

Was hat es gebracht? Darüber hab ich immer wieder nachgedacht und nachgespürt. Es ist kaum merkbar und wenig in Worten zu beschreiben. Mein Körper hat in den 40 Tagen oft geschmerzt. Vor allem das Bindegewebe. Eine andere Ruhe ist immer wieder da. Manchmal ein feineres Gespür. Unterm Strich ist es eine gute Erfahrung – dieses gewollte mich selbst einer Anstrengung aussetzen. Das Ja sagen zu EINER bestimmten Übung für einen längeren Zeitraum.

Wen’s lockt der mache und berichte.

Alles Liebe. Sat Nam.
Nina Rebekka


10 August 2019

Kindheitsärger und Selbstsabotage

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Inneres Kind Meditation

Okay, diese Meditation ist nichts für schwache Nerven. Oder gerade etwas für diese.
Diese Meditation ist Teil meiner Vorbereitungen für das Kundalini Yoga Retreat “Camp Grace” mit Guru Jagat in Mallorca diesen Herbst. – Eine dieser Bauchentscheidungen, die für den Kopf zu wenig Sinn ergeben. Eine Entscheidung, die sich richtig anfühlt, ohne zu wissen, warum.

Das sind einige Worte von Yogi Bhajan zu dieser Meditation unter der Überschrift “undervaluation projection”:
“… somewhere along the line, you don’t like yourself. … all the wrong things you do, it’s sort of a mild escapism from being responsible. … all this anger with your life … it’s the undervaluation projection …”

So geht’s:

Setz dich hin. Eine für dich einfache Meditationshaltung. Es geht auch auf einem Hocker oder Sessel sitzend, falls das Sitzen auf dem Boden nicht möglich ist.
Deine linke Hand legst du mit aneinander geschlossenen Fingern auf dein Herz. Den Daumen der linken Hand streckst du dann nach oben aus.

Kundalini Meditation Kindheit Ärger Wut

Deinen rechten Arm hebst du im 60 Grad-Winkel, schräg nach rechts vorne in die Luft, so dass deine rechte Hand in etwa auf Höhe deiner Stirn ist. Die Finger deiner rechten Hand sind weit auseinander gespreizt und du rotierst die Hand in schnellem Tempo nach links (schneller als du eigentlich möchtest ;)
Das ist es. Du sitzst, atmest tief, tief, tief und kräftig. Linke Hand auf dem Herzen, Daumen schaut noch oben Richtung Kinn. Rechter Arm im 60 Grad-Winkel nach schräg rechts vorne gestreckt. Finger der rechten Hand weit auseinander gefächert. Die Hand nach links, also gegen den Uhrzeigersinn schnell drehen. Das ganze für 8 Minuten.
Am allerbesten 1 x wöchentlich, um deinen Kindheitsärger und sämtlichen irren Scheiß aus dir rauszukriegen.

Die Meditation ist äußerst wirkungsvoll. Tief durch die Nase ein und aus half mir bald nicht mehr. Falls du also auch laut werden musst – alles gut. Lass es raus, lass es gehn. Alles Gute für dich und heilsame Erfahrungen damit!

Alles LIebe und Sat Nam,
Nina Rebekka