Sonnennest

20 August 2018

HIER

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Achtsamkeit

Mein Hals spielt “50 shades of red” – er hat sich eine Entzündung aufgerissen. Da draußen brütet die Sommersonne. Der kurze Ausflug auf den örtlichen Krämermarkt (nicht ganz so pittoresk, wie man ihn sich vorstellen mag), hat die Erkenntnis gebracht: Hitze mit Hitze geht für mich und mein Körpersystem grad nicht.

Und da sitz ich nun: im kühlen Drinnen und mach mir Gedanken. Dazwischen stürzt mir hier das Webseitendingens ab … insofern: Wo war ich?!

Hier.
Da bin ich viel zu wenig.
Ich bin entweder im Gestern oder im Morgen oder im “in einem Jahr”.
Ganz oft bin ich im “Was wenn”.
Den Weg vom Jetzt bis zum Dann (bis zum Ziel) kann ich fast nie genießen. – Oft ist die Vorstellung vom Ankommen so stark, dass ich einfach nur mehr dort sein mag. – Da gehen schöne und wertvolle Lektionen und Momente vielleicht unter.
Ah ja, im “Vielleicht” bin ich auch oft.

Na jedenfalls, das HIER steht jetzt an (m)einer Tür. Damit ich öfter dran denk, um dadurch öfter dann dort zu sein: im Nicht-Denken, im Fühlen, im Wahrnehmen, im Genießen, im Sein.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


13 Juli 2018

die eigene Geschichte heilen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Pandoras Box

Eiin kleiner Tisch, ein paar Steine … ein weiteres Puzzleteil.
Wir alle haben Geschichte/n. Wir tragen sie in uns, unsere Körper spiegeln sie wieder, unsere Gedanken erzählen sie uns, unsere Muster verraten sie.
Manchmal fühlen wir uns wie fremd gesteuert, ungläubig und verständnislos den eigenen Reaktionen gegenüber. Da wird’s dann interessant.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, war’s hier in mir wieder mal so weit. An einem Punkt angekommen, an dem ich alleine nur mehr Pirouetten drehte und nicht den Weg zur Ruhe im Innen finden konnte. Jemand musste unterstützen. Bitte, Hilfe!

Und da saßen wir: ein kleiner Tisch, ein paar Steine, ein Teil Familiengeschichte. Ein “Koffer” voll “nicht-mein-Scheiß”. Wir übernehmen so oft etwas von unseren Lieben, um sie zu entlasten. Unterbewusstsein Ahoi. Kindesliebe Ahoi!
Die (Ursprungs-)Familie als ein kleines Kollektiv trägt eben auch zum Kramuri im Seelenleben bei. Bei so viel Nähe und vor allem auch der Aufnahmebereitschaft, die wir als kleine Menschen haben (hatten), ist das alles unterm Strich gar nicht verwunderlich (what a word!).

Alles, was wir zwar haben, aber doch gar nicht haben möchten, landet irgendwann im persönlichen Pandoraschachterl. Fest verschlossen – man will den eigenen Untergang schließlich nicht hervorbringen.
Die Sache mit dieser Pandorabox ist, dass wir mit all dem Uäh und Gack inneliegende Schätze vergraben. Manches mal sind diese so tief vergraben, dass es einer Kernbohrung bedarf, um ein bisschen Glitzer zu erhaschen.

Eine gute Kernbohrungsmethode, die ich für mich als solche erkannt habe ist: JA.
Meine innere Bereitschaft etwas aufzugeben, abzugeben, rauszulassen, zu beenden. Auszusteigen aus einem Teil Geschichte, keinen Willen mehr haben, etwas fortzusetzen, weil der Wunsch nach “es ist gut (für mich)” viel, viel größer ist. – Mit dieser inneren Ausrichtung, ist der Schritt zur Heilung schon zu einem Großteil gegangen.

Lass dich drauf ein.

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10 Juli 2018

selfcare

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

sei lieb zu dir

… Da bin ich gar nicht mal so gut drin. Das Bildchen hängt bei uns im Bad. Zum (sich-)erinnern: Sei lieb zu dir. Kümmere dich um dich selbst!

Und doch bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Wenn mir was weh tut, werde ich hellhörig und achte mehr auf dieses körperliche Signal. Wenn was länger weh tut, suche ich mir Hilfe von außen. Ich geh unregelmäßig regelmäßig zu meiner Masseurin. Ich weigere mich das Kind zu Bett zu bringen, wenn ich merke, dass mein Akku auf Null ist und mein Nervengerüst blank (das ist nicht immer leicht, aber es fühlt sich dennoch für mich richtig an).

Ich habe gelernt mir Hilfe zu suchen, wenn ich alleine nicht weiter komme. – Egal ob es da um “zu erledigende Dinge von der To-Do-Liste geht” oder Thematiken, die mich beschäftigen. Ehrlich gesagt tut das ziemlich gut, wenn man Hilfe bekommt, die man sonst nicht gehabt hätte, eben WEIL man selbst nachgefragt hat.

Möglichst nicht unangenehm auffallen.
Sich nicht beschweren.
Es alleine schaffen müssen.

Klingelt’s irgendwo?

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1 Juli 2018

hell. dunkel. hell und dunkel.

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

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Am Donnerstag war die “Scheibe” voll. – Also die Kugel, also der Mond. Die Mondin.
Das war Thema in der Yogastunde.

Mondenergie = weiblich. Von der lichten Seite (der von der Sonne beschienen Seite) kann man wunderbar mit ganz vielem arbeiten. Mit Spürigkeit, mit dem eigenen Zugang zum Weib sein, mit dem sich-tragen-lassen, mit dem ins fließen kommen, mit Sinnlichkeit.

Das Bild, das ich zum Vollmond aber hatte, war einerseits die hell-beschienene Seite UND auf der anderen (der Rückseite?) die dunkle Seite der Mondin. Weil in dem Yin-Teil ja nochmals Yin und Yang vorhanden ist. Hell UND dunkel. Nährend und kriegerisch-verteidigend. Freundlich, nett, gut drauf und knurrend-murrend Zähne zeigend grantlert.

Die Erkenntnis für mich: ich mag meine knurrend-murrende Seite mehr mögen. Ich versteh sie ja und weiß, wodurch sie getriggert wird und wann sie es ist, die handeln muss. Aber ich bin nicht sehr nachsichtig mit ihr. Ich ver-urteile (Foto – this is me judging) und bin unzufrieden mit meinen schlechten Tagen. Weil mein Bild zum Frau-Sein / Mensch-Sein auch vermurkst ist. Weil nicht gut drauf sein gesellschaftlich nicht so gern gesehen ist und weil ich mich nicht wohl fühle in meiner Haut.

Aber so sehr ich’s auch genieße, wenn alles schön ist und einfach und fröhlich – wir Menschen haben eine zu breite Palette an Emotionen und Ausdrucksmöglichkeiten, als dass uns stetig nur die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen kann.
Wir pendeln mit allem, das uns umgibt. Wir schwingen zwischen und mit den Gegensätzen. Das ergibt ja auch Reichtum. Inneren. Erfahren, spüren, wahrnehmen, annehmen, Schlüsse draus ziehen.

Möge ich mehr mitfühlend mit mir sein.
Möge ich klar und eindeutig erkennen, was mir gut tut und was nicht.
Möge ich die Fähigkeit meine Grenzen zu kommunizieren weiter verfeinern.
Möge ich mein so-sein annehmen. Immer und immer und immer wieder.

Aho.
Nina Rebekka


25 Juni 2018

zwei

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

zweiLichttüte

Ratzfatz.
Vor kurzem hat die Erbse ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Wir mittendrin. Nicht mitkommend. So s.schnell geht das.

So sehr wir auch am Sehen und Staunen sind, so sehr wir auch Momente vollends in uns aufsaugen – nichts davon ist wirklich haltbar. Alles ist flüchtig. Alles verändert sich andauernd. – Hier im Leben mit Kind, ist diese Tatsache nun auch sichtbar geworden.
Alles verändert sich. Andauernd.

Das ist wie’s ist, wie’s sein soll. Es ist gut so. Es macht mich freudig, rührselig, wehmütig, stolz … Mein Kind zu begleiten stülpt mich mehrmals täglich von innen nach außen. Es schleudert mich in Kopf und Herz durch. Es bleibt auch in mir nix am selben Fleck. Außer meinem Herzen, welches an Liebesfähigkeit mehr und mehr zunimmt und dem es zeitenweise egal ist, wie verletzlich es ist, weil es mehr weiß als mein Hirn. Es weiß um die schiere Kraft, die in ihm liegt und das großartigste Glücksgefühl überhaupt – lieben können. Ein Geschenk.

Danke ans Leben.
Nina Rebekka


7 Juni 2018

mir auf der Spur

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Kirsche

Da ist dieser Gedanke – “Ich bin mir auf der Spur.”. Und dieses Gefühl wieder mehr dran zu sein. Wieder näher ran zu wollen, an dieses ICH.
Das ICH ist ja oft verschrien in esoterischen Kreisen. Das ICH will immer irgendwas und ist laut und macht Unfug. Das ICH ist quasi lebenslang in der Trotzphase. – Aha! Es strebt nach Autonomie. ICH strebe nach Unabhängigkeit!

Ich will unabhängig sein von meiner eigenen Geschichte. Ohne Vorwürfe, ohne Weh, ohne innere Qual. Ohne Fingerzeige, ohne Verurteilungen, ohne Abwehr. Das ist eine ziemlich lange Liste von “wollens” und der Weg dorthin ist mir nicht ganz klar.
Annehmen und Loslassen les ich da und dort. Das klingt super einfach und absolut logisch. Aber auch etwas abstrakt.

Solange in diesem meinen Körpersystem sich nämlich Gedanken und Emotionen die Hand geben, solange es Auslöser im Außen gibt, die Gefühltes und Erlebtes in Bildern hochrufen, solange ist es eben nicht SO schlicht anzunehmen.
Was nun?
Was nun?

Ich nehme folgendes an: Inneres Reinemachen und einen Frieden für sich finden – mit allem, was womöglich schief oder für einen nicht optimal gelaufen ist, ist ein Prozess. Es gibt selten diese EINE großartige Handlung, die schlagartig alles gut sein lässt. Mit Emotionen muss man mit und das ist nicht immer lustig. Hier wo ich stehe, kann ich grade nichts anders tun, als mir ein JA zu geben. Eine Erlaubnis – für Zeit, für Raum, für keinen Plan haben, fürs nicht-perfekt sein, fürs nicht-so-sein-und-so-handeln-und-so-sprechen wie ich’s einfach gern immer täte (ohne auch mal hysterisch und ausfallend zu werden in etwa).

Hier kann viel über die Hintergründe spekuliert werden. Aber ehrlich – die meine ist keine außergewöhnliche Seinsgeschichte. Aber so wie jede/r von uns, gibt’s auch hier die eine oder andere Schramme im Innen. Und eine große Sehnsucht nach heil-sein. Nach noch mehr Freude, kilometerlanger Leichtigkeit, vor allem aber eine Sehnsucht nach meinem absolut echtesten ICH. – Weil ich daran glauben mag, dass dieses Leben hier – deines und meines – und unsere Welt das allerschönste Dasein erreicht, wenn wir bei uns und mit uns selbst sind. ECHT.

Aho.
Nina Rebekka


1 April 2018

du vastehst mi net

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

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“… es kummt ma so vua, du huachst ma net zua …”

Ich werde was gefragt. Ich überlege und antworte so gut ich kann, mit Worten, die möglichst präzise mein dazu-Gedachtes und -Gefühltes ausdrücken. Und dann begegnet mir ganz oft:
Ich werde unterbrochen und mein Gegenüber erzählt mir von sich und von einer eigenen Geschichte.
Meine Aussagen werden relativiert (im Sinne von “ist ja sicher nicht so schlimm” / nicht SO überhaupt).
Es kommt was ganz, ganz anderes beim Gegenüber an. (Aus unterschiedlichen Gründen.)
Mein Gegenüber hatte eine andere Antwort erwartet und die eben gehört ist zu kompliziert, zu unangenehm, zu irgendwas. – Siehe Punkt 2 (es wird relativiert). Die ganz argen wechseln vermutlich komplett das Thema.

Unterm Strich frag ich mich, wann wir das Zuhören verlernt haben bzw. ob wir das überhaupt schon jemals gekonnt haben.
Kann ich’s überhaupt?!

Weil ja, ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich mir denk “Ja, das kenn ich.” und dann sag ich das sogar auch noch. Manchmal mag’s gut sein und manchmal kommt’s vermutlich als unnötig rüber. Auch ich unterbreche ab und an.
Aber ich bemüh mich immens viel, mein Ohrwaschl und meine Präsenz (mein präsent-sein) auf mein Gegenüber auszurichten. ICH HÖRE DICH. Ich will wirklich hören und ich will hören was wirklich gesagt wird. Was meinst du? Wie geht’s dir damit?

Wie oft fühlen wir uns gehört / gesehen / angenommen? Einfach weil unser Gegenüber unsere Worte hört und uns sieht und wahrnimmt. Da muss noch nicht mal immer eine Zustimmung kommen.
Und wie oft eben nicht? (Echt oft!)

Ich wünsch mir, dass wir einfach mal zuhören.
Ich wünsch mir, dass wir gehört werden.
Das würd schon echt viel helfen.
Das würd schon echt viel gut machen.

Alles Liebe euch!
Nina Rebekka