Sonnennest

11 Juni 2019

Mama-Traurigkeit

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Blumen gießen

Das hier ist persönlich. Es ist ehrlich und entstammt meiner eigenen (Gefühls-)Welt. Ich will damit niemandem unbeabsichtigt weh tun, weil es einen tatsächlichen Verlust gegeben hat.  Die Worte sind Teil meiner Geschichte und in meiner Geschichte kann momentan wieder ein Stück weit Heilung stattfinden. Weil mir jemand zum richtigen Zeitpunkt gute Worte gesagt hat.

Der Sohn wird in ein paar Tagen 3 Jahre alt.
In diesen 3 Jahren machen mir gedankliche Unstimmigkeiten immer wieder zu schaffen. Vor allem in den ersten Monaten  sehe ich Leo’s Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Rund um seinen Geburtstag und auch zwischendurch immer mal wieder überkommen mich Sentimentalität und Traurigkeit. Mein Herz ist dann schwer. Sehr.
Das Kind hustet, hat eine leichte Erkältung … Gedanken überschlagen sich.
Er lacht und spielt und ist mit seinem heiligen Rasenmäher unterwegs. Ganz genau schaue ich hin und spür diese alles umfassende Liebe zu meinem Kind. Ich mag mir, wie immer schon, alles ganz besonders gut einprägen. – Und doch bleibt davon nicht viel mehr als ein Nebelschleier in meiner Erinnerung zurück.

… Hier gab es eine Pause von 1 Woche. Das Kind krank. Nesselsucht bei über 30 Grad – kein optimales Timing im Bezug auf, was lindert’s, was macht’s schlimmer.

Der Sohn ist nun also 3 Jahre alt. Es war eine schöne Feier. Und ein Abschied. Ich habe meinen 2-jährigen verabschieden müssen.

Nichts bleibt wie es ist. Nirgends. Niemals. Und dieses Leben mit Kind, dieses Mama-sein, dieses das Kind beim groß werden begleiten trifft mich in diesem Punkt volle Breitseite. Ganz oft bin ich so unendlich traurig und niedergeschlagen und kann meinen Finger nicht auf das Warum legen. Ich zermartere mir das Hirn. Bis nach fast 3 Jahren mir jemand sagt, dass ich die Trauer doch einfach mal zulassen soll. Weil das Baby, das mein Sohn einmal war, das gibt es nicht mehr. Der 1jährige, der mit so wackeligen Beinen und breitbeinigem Cowboygang durch unser Wohnzimmer gestakst ist … auch den gibt es nicht mehr. So viele, die er schon war – sie alle sind weg. Sie kommen nicht mehr wieder. Und selbst die Erinnerung an sie alle ist so zart und wenig greifbar, als müsst ich mich fragen, ob ich eigentlich selbst mit dabei war.

Nein, es gab keinen reellen Verlust eines Kindes. Trotzdem ist da Trauer. Auf ihrem rechten Platz eben. Ihr gegenüber sitzt schließlich die Freude. Und von der ist noch weit mehr da in meinem und unserem Alltag. Den Schatten, der mich da begleitet, den kann ich jetzt besser einordnen und annehmen. Es hat nichts mit Undankbarkeit zu tun. Sondern wohl eher mit dem lebenslangen Abnabelungsprozess vom eigenen Kind. Manchmal bin ich also traurig, wenn mein Kind so groß und schön und toll ist. Und das darf nun auch sein.

Das hier hab ich niedergeschrieben, weil ich fest glaube, dass es nicht nur mir so geht und dass viele Mamas immer mal wieder traurig sind, obwohl sie sich doch super viel freuen sollten. Vielleicht ist es aber wirklich nur bei mir so. Dann ist das okay und umso besser :O)

Alles Liebe,
Nina Rebekka


27 Mai 2019

Push it – NOT!

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

a slug in my coffee

“It is not useful to push through muscle tension, it will only generate more tension.” (Andrea Olsen in Bodystories. A guide to experiential anatomy)

Und da sitz ich und möcht’s gern hinter mir haben. Das mich weiter entwickeln. Den Veränderungsprozess. (Da ist es wieder – das P-Wort …)
In mir drin zerbröselt’s grade. Kein Neuland voraus, bloß Ahnungen von Wollen. Die Hilfsmittel, die zur Hand sind, sind in ihrer Anzahl zu viele und ich kann mich schwer entscheiden. Auch das gehört zum neu-werden dazu. Ahnungslosigkeit. Unsicherheit. Anspannung.

Andrea Olsen hat das zu einem zuviel an Muskelanspannung geschrieben. Aber es passt für mich auch gut zu jedweder anderer Form von Anspannung. Wenn ich da mit noch mehr Druck rein gehe, kippt maximal das System als Ganzes. Aber wahrhafte, nährende Entspannung führt der Druck nicht herbei.

Weil ich nun also bin, wo ich bin (wie immer übrigens) und so gar keinen Plan von nix habe (voll übertrieben!) – mache ich das wovon Russell Brand in einem seiner kurzen Videos als eher wenig förderlich gesprochen hat: “I sluggishly slouch on the couch”. Manches Mal ist das genau die Medizin, die’s braucht.
Sich der sich-dahin-ziehenden Situation / Energie hingeben und pausieren. Aufgaben gibt’s im Alltag ja sowieso noch genug zu erledigen.

Ein Hoch auf die Schweineerde! (Für die Insider unter euch :)

Alles Liebe,
Nina Rebekka


15 Mai 2019

Ja zum Nein

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

im Wald

Vor kurzem teilte eine Frau, die ich sehr schätze, auf Facebook einen Artikel. Mit dem Wunsch, dass ihn am besten alle weiter verbreiten und dass wir etwas tun.
Der Artikel war nicht allzu leicht zu lesen. Betitelt war er mit in etwa “die neuen Sklaven”. Es ging um rumänische Frauen, die, oft gemeinsam mit ihren Männern, ihre Familien verlassen, um als Erntehelfer in Italien zu arbeiten. Die Arbeit ist hart, der Lohn mäßig und oft viel zu spät ausbezahlt, die Lebensumstände vor Ort unmenschlich. Die Frauen werden oft sexuell missbraucht. Sie haben trotz und neben ihrer schweren Arbeit keine sichere Liegestatt zum Ausruhen und Kraft tanken. Es gibt kein gutes Essen. Sie haben keinen Rück-Halt von ihren Männern, weil auch diese angstgebeutelt ob der eigenen Existenz sind.

Was in mir blieb ist ein Gefühl der Ohnmacht. Die Erkenntnis, dass ich ab jetzt auch kein Obst oder Gemüse mehr aus Italien kaufen mag. Und Fragen. Wie kann ich einen anderen Menschen so behandeln? Wie groß muss die Angst in mir sein, dass ich so mit mir geschehen lasse? Und eben auch, was kann ICH nun tun?

Ich hab weder die finanziellen Mittel, um hier wirklich groß was auf die Beine zu stellen. Keine Kontakte, die ich spielen lassen könnte. Mit Gewalt und Hass einzugreifen würde das Problem nicht verändern, es sogar noch größer machen, vielleicht verlagern, aber es wär immer noch wirklich schlimm.

Die Frau, die den Artikel ursprünglich geteilt hat, schrieb dann auch, dass “etwas tun / einen Beitrag leisten” auch in Richtung von Gebeten gehen kann. Das war mir einerseits auch wieder zu wenig, andererseits hat es mich auf meine richtige Spur gebracht.

Ich kann es vor Ort für die Frauen ad hoc nicht ändern, aber ich kann meine eigenen kleinen Wassertröpfchen ins kollektive Wasserbecken tropfen lassen.
Ich kann NEIN sagen. Ich kann nein sagen, wenn ich nicht will, wenn ich keine Energie zu etwas habe, wenn ich etwas nicht möchte, obwohl es sich doch so gehören täte.
Ich kann mich ganz vorne hinstellen.
Ich kann mich so wichtig nehmen, dass ich mich selbst und mein Wohlergehen zur Priorität mache.
Ich kann all das in meinem Tun und Sein vorleben.
Ich bin ein Tropfen, ich bin ein Teil des großen Ganzen. In dem Bewusstsein kann ich WIRKEN.

Was ich schon alles von Frauen gehört habe: “Eine Mama darf nicht krank werden.” /  Sie könnten nicht entspannt für einen Nachmittag mal weg, weil dieses und jenes dann nicht in ihrem Blickfeld daheim ist. (In der Annahme, dass alles an ihnen selbst hängt. Sie unverzichtbar sind und niemand sonst weiß, wie man den Haushalt richtig schmeißt, dem Kind anständig die Zähne putzt etc.) / “Er ist eben so.” (Rechtfertigt das Verhalten von “ihm” keineswegs.) “Das war die Strafe.” / “Dann musst jetzt halt jeden Tag Staub saugen.” (Aussage der damaligen Schwiegermutter zur Situation Katzen, Katzenhaare im Haus; der damalige Freund stand neben mir) / “Das ist schon normal. / Das gehört dazu.” (Schmerzen im Körper) …

Ich mag gar nicht weiter aufzählen. Fürchterlich find ich’s. Frauen passen sich an, finden sich ab, ordnen sich ein. Auch wenn im Innen alles lauthalts “NEIN” brüllt. Der Körper reagiert schon längst und auch er versucht mitzuteilen “Hey, da stimmt was nicht. Da ist was nicht gut.” Aber sie geht weiter und tut weiter. – Die Gründe dafür sind so vielseitig wie tief verwurzelt. Oft so tief, dass es und uns gar nicht bewusst ist.

Macht nix, sag ich. Wir alle haben diese Programmierungen und Glaubenssätze irgendwo mitschwingen, weil wir ein Teil des Kollektiven sind. Das alles bedeutet nicht, dass ich damit okay sein muss oder gar danach zu handeln habe.
ich kann nein sagen. Einfach so.
Ich kann stur sein. Ich kann trotzig wirken. Und wenn alle anderen links und rechts von mir meinen, dass ich kindisch bin, auch gut. (Nicht dass DAS schon mal jemand gemeint hätte. Stur, ja. Kindisch, nö.)
Dieses, mein JA ZUM NEIN wird noch große Kreise ziehen. Es bringt mich schon jetzt auf neue Spuren und eröffnet neue Wege. Sehr spannend und wohltuend ist das. Derweil auch noch ungewohnt und gaaanz ein bissi unangenehm manchmal. Aber es macht zu viel Freude und Gusto – dieses Nein, wenn’s gut für mich ist.
Und nur damit das klar ist: ich sage schon sehr lange aufrichtig Nein. Aber jetzt ist es Teil meiner spirituellen Praxis. Es ist mir so viel bewusster, dass ich mit diesem zu-mir-Stehen weit mehr ausdrücken kann, als dass ich dieses und jenes nicht möchte. Ich wahre meine eigenen Grenzen. Ich drücke meinen Selbstrespekt damit aus. Ich sage es nicht prinzipiell und kämpferisch aus einer Ablehnung nach Außen, ich sage es mit Achtung und Liebe für mich und meine Richtigkeit und meine Bedürfnisse.

Auf einem Zettel an einem letzten Ritualabend hat mich meine wilde Frau folgendes schreiben lassen:
NO BULLSHIT POLICY!
Lasst doch bitte nicht jeden Scheiß mit euch machen.
Nehmt euch wichtig genug.
Du als Frau.
Du als Mann.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


6 Mai 2019

Hauptsache Empfehlung: Salon im Garten

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Eingang zum Salon im GartenSalon im Garten in Pöttsching

Das hier ist ein Spezial Beauty Report ;O)
Die Freude ist groß. Zum ersten Mal seit hier alles neu gemacht worden ist, betrete ich die ehemalige Garage, die nun als “Salon im Garten” erstrahlt. Die Zeit der Hausbesuche sind zwar vorbei, aber die Atmosphäre ist mindestens genauso wohnlich und behaglich. Schick ist der Frisiersalon von Tamara geworden. Freundlich, hell, cool und liebevoll gestaltet. Altes und Neues gehen Hand in Hand. Und so  gibt’s hier mal eine Bilderflut zum Begutachten im virtuellen Raum. In echt, findest du hier die Kontaktdaten von Tamara, um dir einen Termin im Salon im Garten in Pöttsching zu vereinbaren.

Salon im Gartenedf

Blick vom Waschplatz in den Himmel …

edf

Schönster, geordnetstes Kabelgewusel ever und überall das Ästhetikherz erquickende Kleinigkeiten.

Friseur Interieuredf

Alter Nähmaschinentisch, der weiterhin im “Schneiderbusiness” seinen zweiten Frühling erlebt.

edf

Die Produkte, die im Salon in Verwendung sind, stammen aus dem italienischen Familienbetrieb “Davines”. Sie sind vegan und das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Das Produktdesign selbst bringt mich ins Schwärmen. Selten so was Schönes, Kreatives und Durchdachtes gesehen.

edfDavines Produkte Burgenlandedf

Großer Salon im Garten-Bonus: es gibt einen eigenen Kinderspielraum.

edfedf

Wenn also kein Babysitter zur Verfügung steht, Kind einpacken und mitnehmen.

edf

Volle Empfehlung von Kopf und Herz: Salon im Garten!

Alles Liebe,
Nina Rebekka


2 Mai 2019

im (Frauen)Kreis

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Sesselkreis

“Das ist kein guter Kreis.” so der Sohn zu seinem Gebilde aus Sitzmöglichkeiten. … Vielleicht ist es aber auch nur ein kleiner Teil eines sehr sehr großen Sesselkreises …

Jedenfalls geht’s mir um den Kreis. Ums im Kreis sitzen, sprechen, miteinander-füreinander da sein. Seit einigen Monaten sitze ich immer mal wieder im Kreis. Mit anderen Frauen. Wir sprechen offen, wir hören zu; es gibt Berührungen in unterschiedlichen Intensitäten. Wir wollen heil sein und dieses heil sein in der jeweils anderen mit tragen, mit unterstützen, mit initiieren. Jede für sich und gemeinsam mit den anderen.

Es ist erstaunlich, wie einfach und schnell hier Entwicklungen geschehen können. Einfach weil der Raum dazu da ist. Der Raum, der von einer geleitet, aber von allen beteiligten Frauen gemeinsam mit gehalten wird.

Wenn Frauen zusammen kommen, ist es also nicht immer das klassische Kaffeekränzchen mit der Plauder- und Tratschstunde (das braucht’s auch ab und an). Bis vor kurzem, wusste ich nicht viel über diese Alternative “Frauenkreis”. Wenn ich ehrlich bin, hab ich sie auch etwas mit Zynismus beäugt. Heute sitz ich hier und spreche / schreibe mich dafür aus.

Ich bin DAFÜR, dass Frauen zusammen kommen, um sich gegenseitig die Masken abzunehmen.
Ich bin DAFÜR, dass Frauen sich Räume schaffen, in denen sie SEIN können; in denen sie sich zeigen können; in denen sie allem, das da ist Ausdruck verleihen können.
Ich bin DAFÜR, dass Frauen ihre nährenden Qualitäten auch für sich selbst einsetzen.
Ich bin DAFÜR, dass Frauen gemeinsam im Kreis sind.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


23 April 2019

das eigene (Mama-)Sein vergleichen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

edf

Da fängt der Schmarrn an. Wozu machen wir das? Anstatt uns öfter mal von anderen INSPIRIEREN zu lassen, machen wir uns selbst fertig durch diese ewige “Vergleicherei”.

“Ich hab ja nur ein Kind.” Meistens setz ich das “nur” durch entsprechende Gestik in Klammern. Letztens sagt mir eine Mama von Zwillingen (große Hochachtung und Respekt von meiner Seite, weil ich mir ja nicht mal ansatzweise vorstellen kann, welche Herausforderungen das mit sich bringt), dass sie sich auch öfter mal denkt, dass sie ja “nur” zwei habe. Sind wir eigentlich alle wahnsinnig?
Und wovon oder wem haben wir uns so die Sinne vermurksen lassen?

Vermutlich vergleichen sich die meisten von uns mit anderen. Selten steigen wir dabei gut aus. Wir machen uns nieder, kleiner und weniger wert dadurch.
Ich gewöhn mir das jetzt ab. Zumindest  fang ich mal da an, dass ich sage, “Ich hab ja nur ein Kind.”. Wer hier mit mir wohnt, weiß, was da alles an Geben und Dasein damit verbunden ist. ICH mag’s nun auch endlich wissen. Ich schreib mir das jetzt auf. Was habe ich heute alles gegeben … Wo schaffe ich was Gutes für mich, meine Familie, meine Kursteilnehmer, andere Menschen? – Mir den Wert meines eigenen Selbst bewusst machen = Selbstwert schaffen!

Vom Selbstwert angestupst, weiß ich mehr um mich und meine Ressourcen. Ich mach mich größer bzw. erkennen meine Größe. Das macht mich innerlich ruhiger. Wenn ich was wertschätze, dann mag ich das. Dann mag ich also mich. Mit immer wieder üben, etabliert sich daraus Selbstliebe. Spätestens dann hat die “Vergleicherei” mit anderen enorm abgenommen. Ich bin in meinem und die anderen in ihrem. Ich bin ich und gut isses.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


16 April 2019

Hexenschuss 1 x 1

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Hexenschuss

Der Besenritt ging nimmer, aber gestützt hat er mich ein paar Stunden lang.
Vergangene Woche ist mir die Hex’ eingeschossen. “Wieso kriegst du einen Hexenschuss?” wurde ich ein paar Mal gefragt.
Da ist viel Prozessarbeit am Werken und Wirken in mir. Da gibt’s alten Grant, der neue Wut hervorruft. Da gibt’s viel nervliche Anspannung, weil seit einiger Zeit im quasi-Dauerbereitschaftsdienst. – Nächtliche Einsätze, wenig tiefer Schlaf. Gepaart mit einigen Hustenanfällen aufgrund jüngstem viralen Infekt … das hat den Verspannungscocktail perfekt zur Vollendung gebracht.

Wir alle unterschätzen die Macht und den Einfluss, den unser mentaler Körper auf den ganzen Rest hat. Und selbst wenn wir drum wissen, wird es oft erst im “handgreiflichen” Situationen tatsächlich erfahrbar.

Also kurz mal zu meinem 1 x 1 in puncto Hexenschuss:
Nach einer kurzen Phase des Selbstmitleids (die erfolgt erst nachdem man wieder halbwegs gut atmen kann), könnt ihr schon loslegen. Nebst schulmedizinischen Maßnahmen, die ihr am besten mit einem Arzt abklärt, heißt’s nachdenken und reinspüren, was denn genau Sache ist.

Du kannst dich nicht mehr aufrichten. Du bist durch deine Haltung gezwungen, auf den Flecken Erde zu schauen, auf dem du grade stehst. Was ist JETZT also zu tun bzw. NICHT zu tun. Nämlich eben weniger tun, langsamer werden, mehr Ruhe schaffen … ?Emotionales nicht verdrängen, sondern dich damit auseinander setzen. Vielleicht ist es aber auch die Einladung, es nun endlich stehn zu lassen / abzugeben, weil es schlichtweg nicht mehr tragbar ist und du getan hast, was getan werden konnte.

Sanftes lang-dehnen des Rückens (z.B. mit auf einem Tische / Sideboard sonstigem aufgestützten Unterarmen; später wenn Rückenlage am Boden wieder möglich ist, mit aufgestellten Beinen auf den Boden legen. Kinn Richtung Brust ziehen, Lendenwirbelsäule Richtung Boden drücken. Bewusst ausatmen.). Sanfte Drehbewegungen in der Wirbelsäule. Wärme oder Kälte auf den verspannten Bereich. Das alles unterstützt physisch im wieder-gut-werden.

Dass mir die Hexe so gach ins Kreuz gefahren ist, ist nebst all dem Schmerz auch ein Geschenk. Mir ist so vieles noch klarer geworden.

Alles Liebe,
Nina Rebekka