Sonnennest

18 Februar 2014

ein nicht-guter Tag

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Was tun, wenn einem als Lehrende die “über-die-Leber-gelaufene-Maus” wie eine Neonschrift auf der Stirn steht?

Gestern: kein guter Tag. Mein Immunsystem schwächelt seit über 3 Wochen vor sich hin. Mein Ruhepuls ist jenseits von … und meine Brustmuskulatur vom Husten und Krampfen dezent gespannt. Dazu und vor alledem kam, nervöse Unruhe und Zukunftsverwirrtheit. Es war einer jener Tage, an denen man am besten im Bett bleibt, mit Decke überm Kopf.

Gestern also war ich nicht gut drauf (= eine Mischung vieler einzelner suboptimaler Gefühle).
Ich war auch im Unterrichten nicht gut drauf. Der Elan und die Energie, mit denen ich für gewöhnlich in meine Stunden gehe, war nicht da. Und der Schalter, der sich normaler Weise umlegt, hat wohl geklemmt.

Aber was soll ich sagen? Ich bin ein Mensch. Und ich bemüh mich ganz oft ganz viel, aber gestern war ich mit zu vielem konfrontiert. Und ich trage mein Herz auf meiner Zunge und auch in meinem Gesicht. Ich kann mich schwer oder gar nicht verstellen und ich fühle sehr intensiv. Ich kann mich nicht ‘zusammenreißen’ oder was nicht so sehr ‘an mich ranlassen’.
Wenn mich etwas berührt, dann fühle ich das so richtig.

Ich wär lieber immer gut drauf und grundlos glücklich. Aber an den Tagen und in den Lebensphasen, an und in denen ich es nicht bin, bitte ich um Verständnis.
Von einem fühlenden Wesen zum andern.

Nina Rebekka

2 Kommentare zu “ein nicht-guter Tag”

  1. Denise

    Liebes einfühlendes Wesen,
    ich war gestern nicht in deiner Stunde, aber ich hab mich sowieso schon des öfteren gefragt, wie man immer nur so gut drauf sein kann, blödeln, herum hüpfen und dabei noch unterrichten kann, wie du?
    Ich glaube, jeder der dich kennt hat Verständnis dafür und kennt das von sich selber.
    So: Enjoy the new day!
    Namaste

  2. Nina Rebekka

    Ach du Liebe, so schöne Worte. Danke!

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