Sonnennest

4 Juli 2013

auto.no.me – weg vom Fließband, hin zur Eigenheit

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Öööhm, und jetzt?! Links oder rechts, schwarz oder weiß, Vanille oder Schoko, das blaue oder das rote, jetzt doch Mittwoch oder besser Donnerstag …?
Entscheidungen. Uaah. Kennt ihr das, wo jegliche Entscheidung sich als Riesen Verantwortungsbündel auf den Schultern niederlässt?

Es stehen zwar grad keine großen an, es sind eher die kleineren, die mir zu schaffen machen. Weil sich ja auch die kleinen, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in großen Wellen auswirken können.
Das ganze gepaart mit “Lebensentwürfen” und einer dem entsprechenden oder eben nicht-entsprechenden Lebensphase erzeugt ein bisschen Unruhe. Und richtig, die mag ich auch nicht so gern.

Die Frage hinter der ganzen Entscheidungsthematik, die mich beschäftigt ist: wie schaffen wir es wirklich autonom und nach den eigenen, eigenen, eigenen Vorstellungen zu leben. Ganz ohne uns berührt zu fühlen von Aussagen, die unser Lebensmodell oder unser momentanes Dasein wenig-schmeichelnd beschreiben? Auch ganz unbeeindruckt von denen links und rechts von uns, die vielleicht schon dort sind, wo wir einmal hin wollen?

“Leben in Einzigartigkeit” stand da mal wo geschrieben. Jup, eh, Kinderspiel und so. Wollen wir ja auch. Auflehnen und Ablehnen und alles andere zu verurteilen, haben wir schon längst erkannt, dass das kein gesunder Weg ist. Wir sind jetzt dran und dabei uns bloß auf uns selbst konzentrieren zu wollen. Ja, das wollen wir. Aber eben nicht ohne sämtliche sozialen Kontakte abzustellen. Und darunter gibt’s dann eben Nein-Sager, Aber-Sager, Ja hättest du-Sager, Du könntest aber jetzt mal wirklich-Sager usw.

Autonomie ist die Eigengesetzlichkeit. Wie schön. Ein gutes Projekt für den Sommer.

Wie geht’s euch damit, ihr die ihr wach und aufmerksam durch euer Leben lebt?
Meilensteindurchbrüche anyone?!

Liebste Sommergrüße,
Nina Rebekka

3 Kommentare zu “auto.no.me – weg vom Fließband, hin zur Eigenheit”

  1. Maria

    Hallo Nina,
    diese Betrachtung beschäftigt mich auch des Öfteren – sehr schwiiierig… ich glaub,es gibt immer äußere Einflüsse, zeigt uns ja auch die Vielfalt der Lebensgestaltung. Aber wenn ich etwas mach, dass so ein gutes, warmes, freudiges Gefühl erzeugt, ich die Zeit vergesse, dann is es meins – dann bin das ich, sonst wär die Reaktion nicht so. Aber ich plan mein Leben nicht mehr vor… ich weiß nicht ob Du das machst?
    Alles Liebe Maria

  2. Nina Rebekka

    Liebe Maria,

    von einem richtigen Plan kann bei mir auch keine Rede sein. Das, worum’s mir im Artikel ging, ist mehr das Herausfinden vom Generellen “was will ich denn wirklich” (jetzt, im Leben etc.). Vorstellungen, die man hat oder eben nicht. Eckpfeiler der Lebensinhalte – keine Ahnung, wie man’s bezeichnen mag.
    Aber die sind eben auch nicht grad an zu konkrete Vorstellungen geknüpft und zudem natürlich gefühlsmäßigen Schwankungen unterlegen, somit veränderbar ;O)

    Ich sag ganz oft von mir selbst, dass ich sehr “lustgesteuert” lebe. Was ich damit meine ist, dass ich so gut wie möglich nach meinem Bauchgefühl unterwegs bin und immer mal wieder schau, worauf ich grad Lust hab, was ich ausprobieren oder machen mag. – Und grade da gibt’s dann natürlich öfter mal Reibungspunkte mit dem Umfeld, weil vieles hier auf Unverständnis trifft. Und das wiederum gibt mir an “schlechten” Tagen, an denen ich vielleicht grad selbst am Zweifeln bin, sehr viel zu Denken.
    An guten Tagen nehme ich es zur Kenntnis, reflektier vielleicht noch kurz drüber und geh trotzdem weiter auf meinem selbst-gezimmerten Weg.

    Alles Liebe,
    Nina

  3. sei ein Rebell « Sonnennest

    [...] habe vor kurzem einen Artikel geschrieben, zum Thema Autonomie. Wie es möglich ist das eigene Leben nach den eigenen [...]

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