Sonnennest

14 Mai 2012

Rezept: Hollunderblütensirup

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Isch liebe den Duft von Hollunderblüten. Es gibt fast nix, das meiner Nase noch mehr schmeichelt. Okay, Flieder, der ist ein harter Konkurrent.

Der Hollerbusch hat außerdem so eine magische Wucht in sich. Ist er schließlich der Göttin Holla geweiht. Er symbolisiert auch die weibliche Dreifaltigkeit (Jungfrau, Mutter, weise Alte). Ich mag den Holler einfach richtig gern.
So nun aber:

HOLLUNDERBLÜTENSIRUP

Das allerweltsbesteste Rezept überhaupt geht so:
ca. 15 Blütendolden (liebevoll gepflückt, mit großem Danke an den Hollerbuschen und auf die kleinen Tierchen bitte Acht geben!)
2 Zitronen
40 g Zitronensäure
2 Liter Wasser
2 Kilo Zucker

Also Zucker ist da ganz schön was drin. Man kann natürlich auch ganz guten Zucker nehmen (Bio-Rübenzucker z.B. allerdings kostet bei dem ein halber Kilo soviel wie ein Kilo normaler weißer Zucker). Ich hab den Sirup auch mal mit Rohrohrzucker gemacht, aber da der braun ist, wird der Sirup logischer Weise auch dünkler.

Die Blütendolden tu ich nie waschen. Ich pflück sie halt auch nicht direkt neben einer vielbefahrenen Straße. Ab und an muss man noch eine Ameise runterpflücken, die man übersehen hat, aber dann geht’s auch schon rein für die Dolden ins kühle Nass: ein großes Gefäß, 2 Liter Wasser, die Hollunderblüten dazu, die in Scheiben geschnittenen Zitronen und die 40 g Zitronensäure.
Das alles dann 24 Stunden stehen lassen.
Der Duft in der Küche wird euch umhaun!

Nach der Zeit alles abseien (also Dolden weg, Zitronenscheiben weg) und den Zucker rei. Und dann immer mal wieder umrühren gehn. Dauert ca. auch einen Tag oder 1,5 Tage bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat und euer Sirup fertig ist.
Dann kann er auch schon in sterile Flaschen gefüllt und von dort gut verdünnt genossen werden.

Lasst mich wissen, wie er euch schmeckt!

Alles Liebe,
Nina Rebekka

9 Kommentare zu “Rezept: Hollunderblütensirup”

  1. Maria

    Hallo Nina!
    Ich habe jetzt 2 Partien Hollersaft gemacht und er schmeckt ganz köstlich – habe festgestellt, dass mein allerbestes Rezept :-)) fast gleich ist – nur die Mengen sind mehr und keine Einsiedehilfe. Mich erfreut der Holler auch immer besonders – und noch immer leuchten seine Blütensträuße am Wegesrand!
    Ich freu mich dann jetzt schon auf die schwarzen Beeren, aber vorerst genießen wir die weiße Köstlichkeit!
    Dein Saft ist auch gut geworden?
    Ganz liebe Grüße
    Maria

  2. Nina Rebekka

    Liebe Maria,
    der Sirup ist super geworden und demnach auch nicht mehr allzuviel da. Aber ich werd in den nächsten Tagen nochmal Nachschub machen. Hab jetzt auch ein Rezept ohne Zucker (mit Stevia) gefunden. Vielleicht trau ich mich da drüber, mal schaun.
    Ein Hoch auf den Holler!
    Alles Liebe dir und noch gut pflück ;O)
    Nina

  3. Maria

    Liebe Nina,
    ja, ein Hoch auf den Holler! ;-))
    Falls du’s mit Stevia probierst, dann lass mich das kulinarische Ergebnis wissen!
    Gutes Gelingen!
    Alles Liebe
    Maria

  4. Tanja

    Hallo Maria!

    Ich bin gerade dabei 30 Liter Saft nach deinem Rezept zu produzieren. Ich wollt dich fragen ob man die Einsiedehilfe weglassen kann?

    Liebe Grüße
    Tanja

  5. Nina Rebekka

    Liebe Tanja,

    hier Nina ;O)
    30 Liter – Hut ab. Wobei’s mit den richtig-großen Gefäßen ja ein Kinderspiel ist.
    Und ja, lass die Einsiedehilfe weg. Die letzten 2 Jahre hab ich sie bröckeliger Weise jedes Mal wieder raus gesiebt. Den Schritt kannst du dir ruhig ersparen.
    Gutes Gelingen!

    Alles Liebe,
    Nina

  6. Tanja

    Liebe Nina!

    Danke dir für die Antwort. Tut mir leid wegen der Namensverwechslung, bin mit den Namen bei den Kommentaren durcheinander gekommen!

    Da bin ich jetzt aber beruhigt, hatte schon Bedenken ob die Haltbarkeit ohne Einsiedehilfe nicht gegeben ist, weil der Sirup auch nicht aufgekocht wird!

    Ganz großes Lob an dein Rezept! Schmeckt vorzüglich! Hab es auch schon im Freundeskreis weitergegeben ;-)

    Alles Liebe,
    Tanja

  7. Nina Rebekka

    Liebe Tanja, nicht sooo wild. Und ich freu mich, dass der Sirup schmmmmmeckt :D
    Einen tollen Sommer wünsch ich dir!
    Liebste Grüße,
    Nina

  8. Sabine

    Warum muss überhaupt soviel Zucker rein? Hab die Menge drastisch reduziert und schmeckt allen sowas von lecker.
    Und was bitte ist einsiedehilfe???

  9. Nina Rebekka

    Liebe Sabine,
    muss gar nicht. Es steht einfach mal so im Rezept, das ich aus einem Buch hab und da es der allererste Hollunderblütensirup war, der mir voll himmlisch geschmeckt hab, hab ich’s hier geteilt.
    Einsiedehilfe ist ein weißes Pulver (laut Packerl auch wieder Zucker und eine Säure), dass die Haltbarkeit verlängern soll. Ich tu das nicht mehr rein in meinen Sirup, weil 1. er überlebt eh nie ein ganzes Jahr, 2. ich musste die Einsiedehilfe jedes Mal vorm Abfüllen wieder raussieben, weil sie sich nicht und nicht auflösen wollte und 3. und unterm Strich voll unnötig (außerdem bäh).

    Also, feel free to experiment. Bastle das Rezept so um wie’s für dich passt. Ich hab heuer auch noch zusätzlich was mit Honig probiert, da werd ich nächstes Jahr noch weiter forschen (war mit dem Ergebnis noch nicht 100%ig zufrieden).

    Alles Liebe,
    Nina Rebekka

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