Sonnennest

8 Februar 2012

Buch: Yoga Bitch von Suzanne Morrison

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Ich mag Geschichten, die vom Herzen kommen und frei Schnauze erzählt werden. Ich lese gern über Yogawege anderer, das lässt mich schmunzeln, erkennen und inspiriert mich.
In “Yoga Bitch” erzählt Suzanne Morrison über ihre Beziehung zum Yoga, vom Kennenlernen bis zum fast-ganz Auseinanderleben.

Was am prägnantesten für mich war, ist die Lehrer-Schüler-Sache.
Man möchte ja gern jemanden haben, an dem man sich orientieren kann. Dieser arme Lehrer wird dann vielleicht sogar noch glorifiziert und zum Idol erhoben. Da fangen dann die Scherereien an.

Lehrer, egal wie “weit” sie schon sein mögen, sind auch nur Menschen. Mit einer Lebensgeschichte und ihren dazugehörigen Macken. Und ich denke, dass man gerade davon lernen kann – von dem, wie geht so ein Lehrer mit seinen ‘Mängeln’ um.

Der Begriff des Guru ist bei spirituell-interessierten Menschen hoch im Kurs und viele wollen so jemanden haben. Dabei hat jeder von uns ganz viele:

Guru

bedeutet “schwer, von Gewicht, gewichtig, groß; … Die Tradition unterscheidet vier Guru-Stufen:
1. die Eltern, durch die der Mensch diesen Körper erhält und die ihn in das Leben … einführen; 2. die Lehrer der Schule und Universität; die Handwerksmeister und alle, welche mit der Ausbildung befasst sind; 3. der spirituelle Meister, der den Sinn und Zweck des Lebens erklärt, der den Weg der Selbstfindung kennt und ihn unter Hinweis auf die Gefahren und Hindernisse, die auftreten können, zeigt. … 4. Der kosmische Guru (Avatar), zu dem der spirituelle Meister hinführt und der als göttliche Inkarnation vollkommen ist.”
“… die Silbe ‘gu’ Dunkelheit oder Unwissenheit und ‘ru’ steht für die Entfernung, Vernichtung derselben. …”

Jetzt sind wir aber doch alle göttlich und in unserer Essenz eine Inkarnation dieser Quelle, auch wenn wir das gar nicht mehr wissen. Und so ist es über unseren Inkarnationszyklus auch Ziel unserer Seele dies wieder zu erkennen, uns von der Unwissenheit zurück zum Erinnern zu bewegen und damit selbst zum Guru zu werden. – Ein schöner Zyklus.

Um noch mal auf das Buch zurückzukommen: wer gern was Leichteres liest und sich unterhalten mag, der ist hier richtig. Ansonst wär die “Autobiographie eines Yogi” wohl die bessere Wahl.

Sonnige Grüße ♥
Nina Rebekka

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