Sonnennest

7 September 2011

Den eigenen Weg gehen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Tja, da steht man ‘nu’. An der nächsten Kreuzung und weiß wieder mal nicht so recht in welche Richtung soll’s weiter gehn? Mehrere der sich-bietenden Möglichkeiten klingen verlockend und vorstellen kann man sich das eine und das andere – oder aber ist es doch mehr der Kopf, der meint, dass die Variante 1A die bessere sein muss? Weil sie Sicherheit bietet und besser zu kalkulieren ist als die Variante X (für die Variable X – die Unbekannte). Weil ja die Variante X keine Referenzwerte aufweisen kann, weil jeder, mit dem man gesprochen hat der Meinung ist, die 1A, die ist es, die soll es sein.

Falls du es schon wusstest, dann ist es nichts Neues: im Leben wird es immer Kreuzungen geben. Du wirst abschnittsweise immer gefordert sein, dich zu entscheiden.
Weglaufen? Hilft nichts!
Stehen bleiben? Möglich, aber sinnlos!
Jemand anderen entscheiden lassen? Verantwortungslos! (Mal abgesehen davon: werd erwachsen!)

Also: Augen zu, Kopfhirn auf Pause schalten, Aufmerksamkeit auf die Magengegend lenken. Tief durchatmen. Nach innen “lauschen”. Was sagt der Bauch? Was meint das Herz? Angst – ja, die ist wohl auch wieder da. Begrüßen und einen Platz anbieten. Dann schnell wieder zurück zur Frage: WAS WILL ICH?

… wobei “ich” ja auch nicht so einfach ist. Vielleicht verwendest du besser die Frage: Was möchte mein Herz? Da sitzt dein Engel-ich könnte man sagen – die oder der, mit der unendlichen Weisheit und dem direkten Draht “nach oben”.

Der eigene Weg, den hast du mal in der Zeit vorm Geburtskanal und so festgelegt. Dann hast du den aber, genauso wie ich, wieder vergessen. Und jetzt bist du wahrscheinlich schon ein ziemlich großes Stück deines Weges gegangen – mal mehr, mal weniger zuversichtlich. Mal mehr, mal weniger im Gefühl “richtig zu sein”.

Vorweg was zur Beruhigung: egal wie du dich wann entscheidest oder entschieden hast, dein Weg wird immer dein Weg sein. Es kann maximal vorkommen, dass du irgendwann mal falsch abbiegst und einen Umweg gehst. Aber dass du plötzlich und unverhofft auf dem Weg eines anderen marschierst, das wird dir nicht passieren.

Der einzige Indikator, ob du wirklich richtig stehst, ob du die richtige Abzweigung genommen hast, ist nicht das angehende Licht oder vielleicht doch. Vielleicht ist es genau das: das angehende Licht im Herzen, im Bauch. Wenn es sich hell und ruhig und entspannt und nach Frieden in dir anfühlt, dann ist es die für dich richtige Variante!

Manchmal dauert’s aber ein bisschen mit dem ruhigen Gefühl, weil die äußeren Umstände einen auf Samba-Party machen. Lass dich trotzdem nicht verunsichern und beschränke das “mit-dir-Hadern” auf ein Minimum. Egal wie du dich entscheidest: Hauptsache DU entscheidest und das (B)IST SUPER!!!

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