Sonnennest

17 Februar 2011

Ana Forrest in Wien: Rückschau

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

“Rückschau mit Wow” wollt ich’s eigentlich nennen. Das Wow können wohl aber nur die nachvollziehen, die schon mal mit Ana gearbeitet haben. Insgesamt 3 Workshops hat sie bei Alexandra im bYOGA angeboten.

Die Workshops mit Ana Forrest sind für mich immer eine Grenzerfahrung. So unglaublich anstrengend, dermaßen intensiv – “Congratulations. You created a sweat lodge tonight.” so Ana’s Abschlussworte nach dem Workshop am Montag, der den Fokus Hüfte, Schultern, Nacken hatte.

Ana Forrest

ist keine Yogalehrerin, die einen durch die Stunden “streichelt”. Sie ist streng, aber herzlich. Strenge Lehrer sind meistens unbeliebt (zumindest war’s in der Schule so). Ich persönlich mag strenge Lehrer, sofern sie auch den nötigen Background haben und die Strenge nicht bloß heiße Luft verdeckt. Strenge Lehrer sind unangenehm, weil sie uns fordern.
Ana fordert, nämlich genau auch in die Bereiche zu gehen, zu atmen, dort hinzuschauen, wo’s anstrengend wird.
Dazu muss man auch über seinen eigenen Schatten springen und es einfach wagen z.B. 3 Stunden durchzumachen, ohne Pause, in einem Raum, der kollektiv transpiriert und in dem die Luft so warm ist wie im Dampfbad.

Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen (Yogapraktizierende, Yogalehrer) gibt, die mit Forrest Yoga nichts anfangen können. Vielleicht auch die Philosophie vorschicken und es als “das ist doch nicht Yoga” abtun. Jedem seine Meinung.
Meine Meinung: Forrest Yoga hat für mich einen nahezu ebenso hohen Wert an heile-heile wie eine schamanische Sitzung.

“Please claim your balls.”

Zu Beginn der Yoga-Workshops hat sie die vier Himmelsrichtungen angerufen. Im Osten ist das Feuer zu Hause, das Männliche.
In dieser Zeit, in der sich so vieles verändert und immer mehr Menschen sich dem spirituellen zuwenden, sind die Männer vielleicht um einiges mehr gefordert, als die Frauen.

Männer müssen sich (ebenso wie Frauen) neu definieren. Die alten Rollen funktionieren einfach nicht mehr. Ana meinte, dass viele Männer ihre Eier abgeben, sobald sie sich dem Spirituellen, ihrer weiblichen, mystischen Seite zuwenden. Ich denke, dass das für eine kurze Zeit okay geht, aber ein Mann ist ein Mann ist ein Mann.
Ihre Botschaft lautete also: macht, öffnet euch für das Feminine, für die Mysterien der Welt, fürs Spirituelle, aber bleibt dennoch Mann.

Fallt nicht von einem Extrem ins andere. Kombiniert das, was am besten für euch funktioniert aus beiden Seiten und dann verbindet diese. Ein Mann darf auch über Gefühle sprechen – auch über die super-schönen und ihr dürft, sollt sie auch offen zeigen. Und trotzdem könnt ihr Fußball schaun und mal ein Bier trinken und Stinkesocken rumliegen lassen. Nur als Beispiel; und um ein paar Klischees mit bedient zu haben ;O)

Ich freu mich jedenfalls riesig auf den nächsten Workshop mit Ana. Jedem, dem sich die Möglichkeit bietet sie persönlich kennenzulernen und diese Gelegenheit auch reizt: macht, geht hin, schwitzt all den Sch… aus eurem Körper, der euch nur schadet und dann wisst ihr, ob Forrest Yoga was für euch ist.

Alles Liebe euch “da draußen”.

Nina Rebekka

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