Sonnennest

29 Oktober 2010

Samhain – Halloween – Allerheiligen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Und wieder ist ein Jahreskreis dabei sich zu schließen. Das alte Jahr wird verabschiedet, es wird Bilanz gezogen und ein Neues wird eingeläutet. Ja, denn nach keltischem Brauch ist Samhain (= “Ende des Sommers”) das Neujahrsfest (auch in den jüngeren magischen / hexischen Traditionen wird der 31. Oktober als Hexenneujahr begangen).

Keltisches Neujahrsfest

Bei den Kelten begann der Tag mit dem Abend, mit der Dunkelheit also. Und so ist es nur logisch, dass in der dunklen Jahreszeit der Beginn eines neuen Jahres gefeiert wurde.

Das Fest, das heute als Halloween von Amerika wieder zu uns geschwappt ist, hat eine lange Herkunftsgeschichte, die doch glatt 3 historische Wurzeln hat (heidnische, christliche und nordamerikanische). Ein Fest, das die Ehrung der Toten als eine der Hauptthematiken hatte, wurde bereits 4000 v.Chr. gefeiert.

Bräuche

Neben der Verehrung der Toten, war und ist der Blick in die Zukunft die zweite zentrale Thematik des Festes. – Oft gibt es hier auch eine Überschneidung: wir verehren unsere Ahnen, stellen Speisen für sie hin, besuchen ihre Gräber und erbitten uns so ihren Rat und Segen für die kommende Zeit. Natürlich sind auch diverse Orakelwerkzeuge hier gefragt, um künftige Ereignisse möglichst genau vorherzusagen.

Freudenfeuer oder das Feuer selbst mit seiner transformierenden Kraft ist immer wichtig, wenn es um Wendepunkte bzw. Schnittpunkte geht – immer dann, wenn es gilt sich von etwas Altem loszulösen, um voll und ganz (gereinigt) in ein Neues zu gehen.
Ein schöner Feuerbrauch war, die heimischen Herdfeuer zu löschen, um sich aus dem großen Dorffeuer Neues zu holen und damit das Feuer daheim wieder zu entflammen.

Masken und Kostüme gab es auch bei den Kelten schon: Lärm machen, Kostümieren und Betteln drehen sich um ein Thema: Wohlstand zu erschaffen.

Das “halloweenige” Trick or Treat leitet sich aus dem keltischen Speisenopfer ab (welches dem mexikanischen Brauch des Ofrenda stark ähnelt).

Jack-o’-Lantern Kürbisse

Ja und was hat es nun mit den Kürbissen auf sich?
Nun, der Farmer Jack hat doch glatt mal den Teufel ausgetrickst. Der musste ihm versprechen, dass Jack nie und nimmer in die Hölle kommt. Nachdem Jack gestorben war (und er hatte doch ein recht umtriebiges Leben geführt), klopfte er an die Himmelstüre und wurde natürlich prompt abgewiesen. Als Jack dann um Einlass in die Hölle bat, weis ihn auch der Teufel, aufgrund seines Versprechens, ab. Der Teufel sagte Jack, dass er von nun an bis in alle Ewigkeit in der Zwischenwelt herumwandern müsse. Sollte er jedoch eine Seele finden, die an seiner Statt in der Zwischenwelt bliebe, würde ihm der Teufel aber gnadenhalber in der Hölle aufnehmen. Und damit Jack es leichter hat auf seiner Wanderschaft, hat ihm der Teufel ein glühendes Kohlestück gegeben.Dieses steckte Jack in eine ausgehöhlte Rübe … und seither wandert er …
(Und irgendwann wurde aus der Rübe eben ein Kürbis, der den klingenden Namen Jack-o’-Lantern erhielt.)

Samhain Rituale …

Gib dem Feuer das, was dir das Leben sauer macht.
Ehre und danke den Ahnen, deinen Clan.
Zieh eine Orakelkarte, wirf eine Rune, um eine Botschaft für dein neues Jahr zu erhalten.
Sei kreativ!

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