Sonnennest

22 September 2010

Mabon – Herbsttagundnachtgleiche

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Im keltischen Jahreskreis sind wir nun beim Fest Mabon angelangt. Es ist nach Lammas (dem Schnitterfest) das 2. Erntedankfest und stellt das Ende der Ernte dar.

Mabon

ist walisisch und bedeutet “großer Sohn“. Das Fest trägt wohl die Überschrift “Dämmerung”, denn wir sind mittlerweile wirklich an der Schwelle zur dunklen Zeit des Jahres angelangt. Auch wenn draußen die Herbstsonne uns mit ihren milden Strahlen verwöhnt und wärmt, so ist es doch deutlich spürbar, dass die Natur sich bettfein für ihren Winterschlaf macht.

Das Äquinoktium

Die Tagundnachtgleiche (Herbstäquinox) ist heuer am 23. September (heute also). Und wie der Name schon zu erkennen gibt: Tag und Nacht sind gleich lang – hell und dunkel, männlich und weiblich halten sich heute die Waage.
Zu diesem Fest gleitet der große Sohn (der Gott, der die Sonne repräsentiert) zurück in den Schoß der Erde, die Tage werden in Folge kürzer und die Zeit der schwarzen Göttin, der weisen Alten beginnt.

Brauchtum und Rituale

Mabon ist ein Sonnenfest und so spielt, wie bei allen Sonnenfesten, auch hier das Feuer eine wichtige Rolle.
Kornpuppen aus Stroh (als Symbol für das Opfer des Gottes) werden angefertigt, Vorräte werden angelegt und es wird gesegnet, was das Jahr gebracht hat; z.B. in Form eines Erntekorbes.

Für uns gilt es zu reflektieren: Was war gut? Was nicht so? Wie kann ich mich auf die dunkle Zeit des Jahres vorbereiten?
Ihr könnt den Göttern natürlich auch ein kleines Feuer-Speisenopfer servieren. Dafür ist es nicht nötig, einen ganzen Laib Brot dem Feuer zu übergeben. Es reicht ein kleiner Teil eures Essens und dann bitte auch etwas, das ihr mit Liebe zubereitet habt.
Nur wer mit Liebe gibt, kann auch ebenso liebevolles zurückerhalten!

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