Sonnennest

6 August 2010

Ayurveda im Alltag: ein Programm für den Morgen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Ayurveda

Es ist nicht möglich, ein Yogi zu sein,
wenn man zu viel isst oder zu wenig isst,
wenn man zu viel schläft oder nicht genug schläft.
a.d. Bhagavadgita

Im Leben gibt es ja unzählige Regeln, die man besser befolgen sollte, wobei man bei manchen (oder sogar vielen) berechtigt Zweifel hat, was deren Sinnhaftigkeit anbelangt.

Hilfe aus dem Ayurveda

Im Ayurveda allerdings gibt es sehr viele Hilfestellungen und Leitfäden, die absolut Sinn machen und sehr wohltuend wirken!
Die alten Weisen, die die Lehren des Tantra, des Yoga und des Ayurveda durch leben, ausprobieren und erkennen entwickelt haben (Hand in Hand mit dem Göttlichen), gaben ihr Wissen in Schriften an uns weiter.

Ayurveda ist die ‘Wissenschaft vom Leben’ – hier wieder: möglichst gesund und lang. Ayurveda und Yoga sind 2 “Systeme”, die auch gern Hand in Hand gehen.

So ergibt sich’s, dass in den Yoga Zeitschriften oft Artikel zum Thema Ayurveda veröffentlicht werden. So auch in der aktuellen Ausgabe von “Yoga Aktuell“, wo wir eine Anleitung für eine klassische Ayurveda-Morgenroutine finden (verfasst von Kerstin Rosenberg, Leiterin der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein):

1. Frühes Aufstehen (vor Sonnenaufgang!!!)
2. Trinken: 2 bis 3 Gläser lauwarmes Wasser gleich nach dem Aufstehen
3. allgemeine Reinigungsmaßnahmen (Mund und Zähne)
4. Abhyanga: Ganzkörper-Öl-Massage: sie verjüngt und vertreibt Müdigkeit
5. Jala Neti: Nasenspülung mittels Nasenkännchen = Neti; hierzu verwendet man leicht gesalzenes lauwarmes Wasser. Und bitte schmeißt das jodierte Tafelsalz hinfort!)
6. Yoga (kam überraschend)
7. Gandhusha: Öl ziehen! Man nehme einen Löffel Sesamöl (z.B.) und spüle es im Mund hin und her. Wer das kann hat viele wundervoll entgiftende Wirkungen für sich dadurch. Ich krieg leider sofort einen anderen Reiz …
8. Udvartana: wieder Massage, dieses Mal trocken mit Pflanzenpulvern oder Kichererbsenmehl (entfernt überschüssiges Öl von der Hautoberfläche) und
9. Snana: Baden! Endlich! Oder auch Duschen.
FERTIG!

Das mit dem Aufstehen wär auch schon der Knackpunkt für mich, da ufert die Disziplinlosigkeit so ziemlich vollständig aus. Ansonst finde ich, dass das von Kerstin Rosenberg veröffentlichte Programm ein schönes Zeremoniell ist. Wenn auch für den normalsterblichen Westler wahrscheinlich schwer umsetzbar. Aber vielleicht schafft man’s zumindest 1 x pro Woche sich damit so richtig zu verwöhnen.

Alles Liebe!

Dein Kommentar