Sonnennest

7 Juni 2010

Gedanken: Kind sein und ErWachsen sein. Mit Gefühl, Mut und Freude was ändern.

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Es gibt da ein Thema, das mich jetzt seit ein paar Tagen beschäftigt. Ich hab auch das Gefühl, dass ich nicht die einzige bin, die sich solche Gedanken macht. Ich hab das Thema auch schon mal im Kletter-Artikel angerissen.

Das Vertrauen des Kindes

Du kommst auf die Welt. Du hast nichts (also keine materiellen Besitztümer), du kannst nichts (im Sinne von: noch keine Ausbildung, kein Fachwissen …), du bist schlichtweg da. Negative Gefühle sind dir unmöglich zu empfinden. Du bist ein kleines Bündel Liebe und diese gibst du bedingungslos an deine Umgebung, natürlich auch an deine Eltern ab. Unabhängig davon, wie dir das Außen begegnet. Als neuer, kleiner Mensch geben wir bedingungslos und nehmen auch ungefiltert auf, was wir erhalten.

Noch mehr: als Baby kannst du noch nicht viel selbst machen (eben mal abgesehen von bestimmten körperlichen Vorgängen) und trotzdem gibt es da keine Sorgen. Tief drinnen weißt du, dass für dich gesorgt ist!
Du bekommst Liebe und Zuwendung, Kleidung, ein warmes, kuscheliges Bett, ein Dach überm Kopf, Spielzeug und Nahrung. Du hast (und das ganz ohne finanzielle Gegenleistung ;) sogar mehrere Bedienstete. Du bist der Prinz, die Prinzessin in deinem Königreich!

Der “Ernst des Lebens”

Spulen wir die Zeit ca. 30 Jahre nach vorn: du bist Er-Wachsen. Du hast eine Ausbildung absolviert, leistest deinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt, hast eine Unmenge an Sachen (Kleidung, CDs, technische Geräte, ein Auto, Haustiere …. whatever). Mit Sicherheit ist es dir auch schon gelungen, dir einige deiner Herzenswünsche zu erfüllen.

Und da bist du jetzt und hast Angst, machst dir Sorgen, fühlst dich vielleicht auch nicht ganz so lebendig, wie du’s gerne hättest. Fühlst dich vielleicht überhaupt nicht mehr, weil das Gefühl dem Verstand Platz machen musste. Im “Ernst des Lebens” ist ja schließlich auch kein Platz für Jux und Tollerei. Leichtigkeit ist ein Luxus für die Lebenskünstler und Ballettänzerinnen …

Wie viele Menschen gibt es, die wirklich das Leben leben, das sie zutiefst erfüllt. Dieser Zustand, wo dein Herz sperrangelweit offen ist und du am liebsten jeden Umarmen möchtest, weil du einfach glücklich bist?

Das Glück ist kein Vogerl.

Das Glück entsteht, meiner Meinung nach von ganz allein, sobald wir erkennen, was wir im Leben wollen und dann mal ‘Tabularasa’ machen: ausmisten. Dies und das gefällt mir so und so nicht – das ändere ich. Jetzt. Und die Betonung liegt auf “ich”.

Wir sollten wirklich damit aufhören, die Verantwortung nach außen abzugeben und ständig die Hilfe im Außen zu erwarten. Natürlich gibt es Menschen, die dich liebend gern bei deinen Veränderungen unterstützen werden, aber DU bist der ‘Caiptn’. Du hast das erste und das letzte Wort, wenn es um dein Leben geht.
Such den Austausch mit dir lieben Menschen, lass dich von ihren Erfahrungen inspirieren, höre dir ihre Meinung an, aber entscheide du so wie du das Gefühl hast, dass es richtig ist. Und ich sage nicht, dass das eine leichte Aufgabe ist.

Wenn wir nur mal bei den (kleineren) Dingen beginnen, die wir ändern können, erleben wir garantiert so manches Wunder. Wir können es in unzähligen Büchern lesen und ich kann es auch aus eigener Erfahrung bestätigen: sobald du dem Weg folgst, den dir dein Herz weist bist du auf der sicheren Seite. Manchmal zeigt sich das Außen dann kurzfristig wie eine Riesenbaustelle – ist ja klar, dass das Alte mal in sich zusammen brechen muss, damit das Neue aufgebaut werden kann. Die Bauarbeiten mit Zuversicht und Ausdauer durchführen und danach wirklich so ein bisschen als neuer Mensch in deinem neuen Leben(sabschnitt) sein.

Diese Art zu leben macht frei, glücklich und selbstbestimmt.
Höre / spüre heute in dich hinein und frag dich selbst: Was macht mich glücklich? Was kotzt mich an? Was kann ich ändern? Und dann sei mutig und setze einen ersten Schritt … in unbekanntes Terrain – in deine “Traum”landschaft des Lebens.

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