Sonnennest

24 Mai 2010

Yoga und Schamanismus: die “Philosophie” im Alltag leben und erkennen

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Pfingstmontag – nach anfänglichen wettermäßigen Unstimmigkeiten hat uns die Sonne dann doch den Großteil des Tages beglückt. Ein Ausflug war’s in die Hinterbrühl: Klettern (nach meiner über 2jährigen Abstinenz das erste Mal wieder am Fels).
Was das jetzt bitteschön mit Yoga und Schamanismus zu tun hat? Die Philosophie von Yoga und schamanisches Wissen sind eng verbunden mit unserem alltäglichen Leben! Es handelt sich bei beidem nicht um irgendwelche abgehobenen Theorien, die man nur unter bestimmten Umständen vortrifft oder die nur besonderen Menschen vorbehalten wären. Yoga und Schamanismus sind eine Möglichkeit gelebte Spiritualität in den Alltag zu integrieren. Und wenn wir lernen unseren Blick wieder zu erweitern, erkennen wir, dass die Natur auf vielfältige Art und Weise mit uns kommuniziert.

Intuition

Wenn du dich in unbekanntes Terrain vorwagst (z.B. einen Klettergarten suchen, an dem du zuvor noch nie warst) ist deine Intuition dein wichtigster Verbündeter. Vor allem wenn der ausgedruckte Plan absolut mies zu lesen ist. Einfach nach Bauchgefühl fahren ist eine wunderbare Technik, um seine Verbindung zur eigenen Intuition zu stärken!

Krafttier Eidechse

Die Eidechse hat an diesem Tag öfter mal vorbeigeschaut. Die Eidechse als Krafttier steht für Tarnung und Erneuerung. Sie fordert uns auf unsere männliche Kraft einzusetzen: das Feuer in uns, die Schaffenskraft. Sie lehrt uns die volle Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, sprich für uns selbst und unser Tun grade zu stehn. Wo Sonne ist, ist auch automatisch Schatten und die eigenen Schatten nicht länger zu ignorieren, sondern ihnen ins Auge zu blicken und die Botschaften hinter diesen wahrzunehmen gehört auch zu diesem Leben in EigenverAntwortung: sich selbst die Antworten auf die Fragen zu erarbeiten, zu erspüren. Und hier sind wir dann wieder im Bereich der Intuition.

Mut

Mut kann man nicht kaufen, heißt’s so schön. Klettertechnisches Geschick auch nicht. Daher kam ich leider nicht mal so weit wie meine “Kollegin” hier am Fels. Wenn du Kletterst, dann bist du mit einer uralten Angst konfrontiert: Absturz. Das ist keine larifari Angst, sondern eine, wo das Zellgedächtnis Alarm schlägt. Es fährt dir wirklich eine Art Lähmung durch den Körper und es kostet enorm viel Mut mit so einer Angst das vorhandene Projekt durchzuziehen. Der Kopfstand aus dem Yoga erfordert Mut, wenn du ihn das erste Mal frei, ohne Stütze machst. Es erfordert Mut einen “sicheren” Job einfach so zu kündigen. – Einfach so, weil er deine Mageninnenwand zerfrisst. Alles Neue im Leben, jede Veränderung erfordert Mut!
Mut kannst du also nicht kaufen, aber du kannst ihn sehr wohl trainieren.

Wir haben heute wieder mal festgestellt, dass man als Erwachsener einfach viel zu viel nachdenkt. Kinder haben das nicht. Die sind bis zu einem gewissen Alter sogar unfähig negativ zu denken. Wann bitteschön geht uns das verloren? Und was muss man tun, um sich das wieder zu erobern? Stell dir vor: jetzt, mit deinen Fähigkeiten, deinen Erfahrungen, deinem Wissen so unerschrocken, mutig, tapfer und neugierig durchs Leben gehen wie ein Kind … Das wünsche ich uns allen!

2 Kommentare zu “Yoga und Schamanismus: die “Philosophie” im Alltag leben und erkennen”

  1. Edwin Schneider

    Du sprichst mir aus der Seele.

  2. Nina Rebekka

    Lieber Edwin!
    Schön, dass es Menschen gibt, die sehen, wie es sein könnte. Schön, dass du einer von ihnen bist!
    LG.

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