Sonnennest

6 Januar 2017

dieser Moment + YOGA !

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Alltag

Unspektakulär und nicht aufgeräumt. Da sitz ich und schau mich um. Das Bild verrät in etwa was ich sehe.
Obergeschoss-Spielzeug samt Decke des Babysohns, Kredenzteile, die frisch lackiert worden sind. Fast-Alltag.

2016 ging und ein neues Jahr hat begonnen. Das über-Mitternacht-schlafen war wohltuend und ich war umgeben von den beiden Menschen, mit denen ich am meisten und liebsten meine Tage verbringe.

Ich bin berührt von den kleinen Geschenken, die das Leben für uns alle bereit hält. Berührt vom Alltäglichen und “Kleinen”.

Ich wünsch uns allen “mehr-Kleines-sehen” und die Dankbarkeit, die daraufhin das Herz auffüllt zulassen und genießen und vollends fühlen zu können. Ich wünsch uns allen glücklich sein und lächeln.

Wer für die Neujahrsmotivation dennoch was handfestes braucht, weil bestimmte Vorsätze “auf da Dackn stehn”, der folge dem Link hier. Ein noch-einsteigen, wann auch immer ist absolut empfehlenswert:

YogawithAdriene-yoga-revolution

Alles Liebe dir da draußen,
Nina Rebekka


15 Dezember 2016

happy halbes Jahr

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Babypo

Heute ist der Streifenpo 6 Monate alt.

Ob er denn “brav” sei, ist so ein Klassiker unter den Fragen, die man als Jungmama gestellt bekommt. Da draußen kursiert eine Vorstellung von “brav”, bei der ich nicht mitkann. Die kleinen Menschen gacksen da sowieso drauf.

Also nein, wir sind weit weg von ruhigen, durchgeschlafenen Nächten. Anders würde das auch keinen Sinn ergeben, denk ich.
Ja, das härtet ab, macht nebst all der Müdigkeit, nicht nur die kognitiven Fähigkeiten langsamer, sondern auch ein bisschen stärker. Innerlich. Belastbarer, resilient wär das Modewort dazu.
Der kleine Mann ist aufgeweckt, er ist grundentspannt (der Papa), er ist fröhlich und lacht gern und viel, er beobachtet alles ganz genau (die Mama) und scheint auch vor emotionalen Tiefen nicht zu scheuen (auch die Mama).
Mit gestern hat er die Ebene des Liegens erstmals komplett verlassen und fand sich im Vierfüßerstand wieder (hei!).
Seinen Sturschädel spürt man teils jetzt schon, das ungarische Paprikatemparament, das in seine Ahnenlinie gewürzt ist ebenso.

Und dann hab ich mich ertappt.
Ganz oft sag ich auf die Frage, wie’s ‘uns’ denn so geht, dass es schon auch anstrengend sei. Also nicht, dass das jetzt gelogen wäre. Es ist ja auch wirklich anstrengend.
Aber wie viel Zeit haben Menschen, die einen das unterwegs so fragen? Wie wirklich wollen die zuhören?
Weil, die Sache ist seeeehr nuancenreich.
Wie’s uns geht? Kennt wer noch die flimmernden Bildschirme, wenn ein Sender grade Pause machte? Schwarz-weißes Flirren? SO geht’s!

ALLES ist da. Manchmal auch tatsächlich parallel zueinander. Und nein, es vermischt sich nicht zu grau! Es bleibt schwarz UND es bleibt weiß.
Ich erfahre Zustände, da wär ich “allein” ja nie nicht hingekommen. Holy cow.

Ist jetzt alles anders? Nein.
Die Lieblingsnougatschoki steht immer noch am selben Fleck im Supermarkt. Mein linker Fuß ist immer noch dort, wo er hingehört. Alles verändert sich wie gehabt.
Leben mit Kind ist nicht komplett anders. Das wär zu banal.

Ich hab da so ein Bild: mal angenommen du liest ein Buch. Eine Seite um die andere und dann blätterst du mal um und da ist so eine Faltkarte drin oder ein kleiner Leporello und das Ding faltest du dann auf – so ist Leben mit Kind für mich. Da sind auf einmal so viel mehr Seiten, so viel mehr Nuancen, so viel MEHR einfach.
Und das ist sooo schön und zutiefst berührend und leise und laut und eben ALLES.

Aber das sind erst die Erkenntnisse einer 6 Monate alten Mama eines 6 Monate alten Streifenpos.
Happy Birthday mein Kleiner!

Nina Rebekka aka Mama


22 November 2016

echt jetzt!?!!

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Herzohr

“Niemand versteht die Ledermäuse. … Nicht einmal die Ledermäuse.” (Walter Moers)
Das fällt mir jetzt dazu ein.

5 Monate nach Schlüpfung des Sohnes, ist es nun langsam auch in meinem Verstand angekommen: der kleine Mensch, der das Zu-Haus hier mit bewohnt ist mein Kind.
Verstehen-wollen ist für mich ein Motor. Manchmal führt der aber dazu, dass ich mir viel Energie raube. (Eine andere Geschichte.)

Verstehen-wollen und verstanden-sein-wollen sind, denk ich, wichtig für die meisten von uns.
In Gesprächen mit Mamas, als ich noch nicht “hier” war, konnte ich immer nur versuchen zu erahnen worum’s geht und wie sich’s anfühlt. Jetzt sieht die Sache anders aus. Jetzt bin ich auch “hier” und fühl mich manchmal nicht verstanden und versteh mich oft auch selbst nicht. Nicht dass das ohne Kind anders gewesen wäre. Aber “hier” potenziert sich an manchen Tagen der innere Wahnsinn.

Wenn man seit Monaten des nächtens im Schnitt alle 2 Stunden aufgeweckt wird, der Babysohn ein Tempo in der Entwicklung hinlegt, dass ihm selbst schwindlig wird und er nach nächtlichen Schmausungen dann noch ein bisschen mehr Zuwendung braucht (auf gut deutsch nimmer von alleine in den Schlaf findet und herumgetragen werden möchte) … na jedenfalls spitzt sich die Lage dann schon mal ordentlich zu.
Und man liegt halb schlafend mit dem Kopf auf der Wickelunterlage während das Kind neben einem um 4.00 morgens das über links auf den Bauch drehen weiter perfektioniert. … Im besten Fall chillt Mama hier versuchter Weise eine Runde. Und dann gibt’s Momente / Tage, da is nix mehr mit chillen. Da dreht man am Rad. Da sind die Nerven quasi durch und wenn man nicht wüsste, woher’s kommt, müsste man sich selbst einweisen lassen – wenn man sich von innen heraus so beobachtet.
Das ist nicht schön. Das ist anstrengend. Das vergeht aber auch wieder. Und die Belastbarkeit nimmt weiter zu. Das beruhigt wiederum.

Wer das hier versteht, war selber schon mal “hier”. Und ab und an rettet der Gedanke, dass man nicht alleine dem Wahnsinn so nah ist.
Und dann kommt diese eine Nacht, in der’s ein bisschen besser ist und die einen durchatmen lässt. Thank goodness!

Und allermeistens geht’s sowieso gut “hier”.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


15 September 2016

3 Monate ‘danach’

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Erbsenbeine

Ich bin Mama.
Nichts davon ist für mich fassbar.
Mein Kopf steht neben mir.

Nicht greifbar, dass dieser kleine Mensch in mir entstanden und gewachsen ist.
Nicht greifbar, seine Reise von “in-mir-drinnen” hinein in diese Welt.
Nicht greifbar, wie schnell er wächst und seine Insel erweitert.
So viel Herzgefühl. So VIEL.
Gefordert, an Grenzen und immer weiter werdend.

Die Worte sind irgendwie banal. Nichts kann ausdrücken, wie sich’s wirklich anfühlt.
Eigentlich gut so.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


20 Juni 2016

(m)eine keine Hausgeburt – ein Geburtsbericht

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Geburtsstab

Weil wir im Haus kein Tuch zum Anhalten aufhängen wollten, steht ein Holzstab bereit, um sich dran festzuhängen. Außerdem gibt’s Pezi-Bälle (aus der Praxis des Liebsten bereit gestellt) und Matten (aus dem eigenen Sammelsurium). Es gibt bestärkende Worte in einer Collage und eine Tasche gefüllt mit alter Bettwäsche, mit Badetüchern und Krankenhaus-Einwegunterlagen.

Es war also alles bereit für die Hausgeburt.

Alles außer dem Erbsinger und meinem Körper.
Denn obwohl wir eine bilderbuchhafte Schwangerschaft mit einer gesunden Entwicklung und null Risikofaktoren hingelegt haben, kam’s zuletzt dann noch mal anders.

Schwangerschaftswoche 41 plus 1 Tag und die Erbse macht immer noch keine Anstalten aus der Bauchhöhle auszuziehen.
Hausbesuch der Hebamme – natürliche Einleitungsmaßnahmen durchbesprechen.
Danach Kontrolltermin im Krankenhaus und die mich-wie-einen-Bus-streifende-Nachricht, dass aufgrund der Fruchtwassermenge und des Plazentazustandes eigentlich nur zur (sofortigen) Einleitung geraten werden kann. Hmpf.

Goodbye Hausgeburtsplan. Hallo meine Krankenhaus-Ängste.
Telefonat mit der Hausgeburtshebamme, besprechen mit der Zweithebamme vor Ort, welche die Geburtsbegleitung im Krankenhaus übernimmt, und dem Partner.
Es hilft nix. Das, was ich am meisten gefürchtet habe, ist eingetreten: ich werde mein Kind im Eisenstäder Krankenhaus zur Welt bringen.
Die Stimmung ist gedämpft.

Es war eine lange Geburt. Eine anstrengende Reise.
Ich wurde noch am selben Tag im Krankenhaus Eisenstadt aufgenommen. Meine geburtsbegleitende Hebamme nimmt spät-Abends die Eipollösung vor. Dann heißt’s warten auf die Visite und das Einleiten – welches erst irgendwann mitten in der Nacht erfolgt. Es herrscht Hochbetrieb in der gynäkologischen Abteilung.

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17 Juni 2016

ein Erbsenfürst

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

das Herzohr

Seit doch so wenigen Stunden erst, dreht sich hier alles um dieses Ohr. – Das Ohr mit Herz.
Der kleine Mann dazu hat sich ein bisschen Zeit und dann recht viel bitten lassen, bis er hier auf dieser Seinsebene endlich gelandet war. … Aber dazu ein andern Mal mehr.

Momentan gibt’s eine Unmenge an Neuem für uns als Eltern, aber auch für den Erbsenfürst zu entdecken. Und dazwischen gibt’s Essen.
So wie jetzt.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


31 Mai 2016

noch …

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Babybauch

Für alle, die sich fragen …

Ja, der Bauch ist noch prall gefüllt mit dem Erbsenwesen.
Nein, lang kann’s nimmer dauern.
Danke, es geht.

Ich lasse von uns hören, wenn’s dann soweit war und passt.
Bis dahin: Geduld und bitte keine Fragen. Ich weiß von nichts.

Alles Liebe,
Nina Rebekka