Sonnennest

22 November 2016

echt jetzt!?!!

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Herzohr

“Niemand versteht die Ledermäuse. … Nicht einmal die Ledermäuse.” (Walter Moers)
Das fällt mir jetzt dazu ein.

5 Monate nach Schlüpfung des Sohnes, ist es nun langsam auch in meinem Verstand angekommen: der kleine Mensch, der das Zu-Haus hier mit bewohnt ist mein Kind.
Verstehen-wollen ist für mich ein Motor. Manchmal führt der aber dazu, dass ich mir viel Energie raube. (Eine andere Geschichte.)

Verstehen-wollen und verstanden-sein-wollen sind, denk ich, wichtig für die meisten von uns.
In Gesprächen mit Mamas, als ich noch nicht “hier” war, konnte ich immer nur versuchen zu erahnen worum’s geht und wie sich’s anfühlt. Jetzt sieht die Sache anders aus. Jetzt bin ich auch “hier” und fühl mich manchmal nicht verstanden und versteh mich oft auch selbst nicht. Nicht dass das ohne Kind anders gewesen wäre. Aber “hier” potenziert sich an manchen Tagen der innere Wahnsinn.

Wenn man seit Monaten des nächtens im Schnitt alle 2 Stunden aufgeweckt wird, der Babysohn ein Tempo in der Entwicklung hinlegt, dass ihm selbst schwindlig wird und er nach nächtlichen Schmausungen dann noch ein bisschen mehr Zuwendung braucht (auf gut deutsch nimmer von alleine in den Schlaf findet und herumgetragen werden möchte) … na jedenfalls spitzt sich die Lage dann schon mal ordentlich zu.
Und man liegt halb schlafend mit dem Kopf auf der Wickelunterlage während das Kind neben einem um 4.00 morgens das über links auf den Bauch drehen weiter perfektioniert. … Im besten Fall chillt Mama hier versuchter Weise eine Runde. Und dann gibt’s Momente / Tage, da is nix mehr mit chillen. Da dreht man am Rad. Da sind die Nerven quasi durch und wenn man nicht wüsste, woher’s kommt, müsste man sich selbst einweisen lassen – wenn man sich von innen heraus so beobachtet.
Das ist nicht schön. Das ist anstrengend. Das vergeht aber auch wieder. Und die Belastbarkeit nimmt weiter zu. Das beruhigt wiederum.

Wer das hier versteht, war selber schon mal “hier”. Und ab und an rettet der Gedanke, dass man nicht alleine dem Wahnsinn so nah ist.
Und dann kommt diese eine Nacht, in der’s ein bisschen besser ist und die einen durchatmen lässt. Thank goodness!

Und allermeistens geht’s sowieso gut “hier”.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


15 September 2016

3 Monate ‘danach’

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Erbsenbeine

Ich bin Mama.
Nichts davon ist für mich fassbar.
Mein Kopf steht neben mir.

Nicht greifbar, dass dieser kleine Mensch in mir entstanden und gewachsen ist.
Nicht greifbar, seine Reise von “in-mir-drinnen” hinein in diese Welt.
Nicht greifbar, wie schnell er wächst und seine Insel erweitert.
So viel Herzgefühl. So VIEL.
Gefordert, an Grenzen und immer weiter werdend.

Die Worte sind irgendwie banal. Nichts kann ausdrücken, wie sich’s wirklich anfühlt.
Eigentlich gut so.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


20 Juni 2016

(m)eine keine Hausgeburt – ein Geburtsbericht

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Geburtsstab

Weil wir im Haus kein Tuch zum Anhalten aufhängen wollten, steht ein Holzstab bereit, um sich dran festzuhängen. Außerdem gibt’s Pezi-Bälle (aus der Praxis des Liebsten bereit gestellt) und Matten (aus dem eigenen Sammelsurium). Es gibt bestärkende Worte in einer Collage und eine Tasche gefüllt mit alter Bettwäsche, mit Badetüchern und Krankenhaus-Einwegunterlagen.

Es war also alles bereit für die Hausgeburt.

Alles außer dem Erbsinger und meinem Körper.
Denn obwohl wir eine bilderbuchhafte Schwangerschaft mit einer gesunden Entwicklung und null Risikofaktoren hingelegt haben, kam’s zuletzt dann noch mal anders.

Schwangerschaftswoche 41 plus 1 Tag und die Erbse macht immer noch keine Anstalten aus der Bauchhöhle auszuziehen.
Hausbesuch der Hebamme – natürliche Einleitungsmaßnahmen durchbesprechen.
Danach Kontrolltermin im Krankenhaus und die mich-wie-einen-Bus-streifende-Nachricht, dass aufgrund der Fruchtwassermenge und des Plazentazustandes eigentlich nur zur (sofortigen) Einleitung geraten werden kann. Hmpf.

Goodbye Hausgeburtsplan. Hallo meine Krankenhaus-Ängste.
Telefonat mit der Hausgeburtshebamme, besprechen mit der Zweithebamme vor Ort, welche die Geburtsbegleitung im Krankenhaus übernimmt, und dem Partner.
Es hilft nix. Das, was ich am meisten gefürchtet habe, ist eingetreten: ich werde mein Kind im Eisenstäder Krankenhaus zur Welt bringen.
Die Stimmung ist gedämpft.

Es war eine lange Geburt. Eine anstrengende Reise.
Ich wurde noch am selben Tag im Krankenhaus Eisenstadt aufgenommen. Meine geburtsbegleitende Hebamme nimmt spät-Abends die Eipollösung vor. Dann heißt’s warten auf die Visite und das Einleiten – welches erst irgendwann mitten in der Nacht erfolgt. Es herrscht Hochbetrieb in der gynäkologischen Abteilung.

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17 Juni 2016

ein Erbsenfürst

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

das Herzohr

Seit doch so wenigen Stunden erst, dreht sich hier alles um dieses Ohr. – Das Ohr mit Herz.
Der kleine Mann dazu hat sich ein bisschen Zeit und dann recht viel bitten lassen, bis er hier auf dieser Seinsebene endlich gelandet war. … Aber dazu ein andern Mal mehr.

Momentan gibt’s eine Unmenge an Neuem für uns als Eltern, aber auch für den Erbsenfürst zu entdecken. Und dazwischen gibt’s Essen.
So wie jetzt.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


31 Mai 2016

noch …

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Babybauch

Für alle, die sich fragen …

Ja, der Bauch ist noch prall gefüllt mit dem Erbsenwesen.
Nein, lang kann’s nimmer dauern.
Danke, es geht.

Ich lasse von uns hören, wenn’s dann soweit war und passt.
Bis dahin: Geduld und bitte keine Fragen. Ich weiß von nichts.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


4 Mai 2016

Blessingway – ein Ritualfest für werdende Mamas

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Blessingway_Kraftgegenstände

Schwanger mit dem ersten Kind, surfend und lesend durch diverse Hebammenblogs und solchen, die sich mit Schwangerschaft und Geburt beschäftigen, habe ich eine Idee aufgegriffen und mir vergangenes Wochenende Unterstützung geholt.

Blessingway / Mother Blessing

Zu gern würde ich wissen, ob es auch in unserem Kulturraum mal ähnlich-gestrickte Rituale gab, wenn eine Frau zur Mutter wurde. Zugegeben, ich hab diesbezüglich nicht viel recherchiert. Mir gefiel die Idee dieser ursprünglichen Navajo-Zeremonie: der werdenden Mutter sprituell-geistige Unterstützung zukommen zu lassen. Von Frauen zu Frau.

So versammelten sich vor ein paar Tagen hier ein Dutzend Frauen in meiner Kemnate (im Frauenzimmer ;O)
Und nachdem wir uns alle, jede für sich, geerdet hatten, gab es ein paar kleinere Rituale:

das Sammeln von Kraftgegenständen

Im Foto ganz oben … Jede Frau brachte einen Gegenstand, eine Gabe aus der Natur mit. Und so sammeln sich nun in meiner sehr geliebten Walnussholzschale Talismane, die mich mit ihrer Kraft in der Geburt unterstützen sollen.

die Geburtskerze und stärkende Worte

Wenn die Geburt beginnt, wird die Geburtskerze entzündet (die Brenndauer sollte ausreichend kalkuliert sein …). Jede Frau hat ein Stück Wollfaden um die Kerze gebunden – als Repräsentanz ihrer Kraft und Unterstützung.

In einem alten Rex-Glasl meiner Oma sind Botschaften und Worte gesammelt. Alles was in dieser Initiation, während der Geburt und im Mama-Sein unterstützen kann. – Zum immer-wieder-lesen. Danke euch!

Blessingway_GeburtskerzeBlessingway_starke Botschaften

Perlen für eine Geburtskette

Und damit ich nebst Mann, Hebammen und Einrichtung noch was zum Anhalten habe, habe ich jede Frau um 2 Perlen für eine Geburtskette gebeten.
Unterschiedlichste Frauen, unterschiedlichste “wir-kennen-uns-von-Verbindungen”, unterschiedlichste Perlen, die zusammen ein wunderbar, harmonisches Ganzes ergaben.

Die Kette wandert jetzt schon zeitweilens mit mir durchs Haus und ich be-greife sie, halt mich an ihr fest und bin einladend offen für all die Kräfte und guten Gedanken, die die Frauen in die Perlen hinein gezaubert haben.

Blessingway_Geburtskette

Wer mehr und detaillierter übers Blessingway nachlesen mag, kann das etwa hier und hier und hier tun.
Das Blessingway ist für mich ein Fest, das jede Frau für sich, ganz nach Gusto gestalten kann. So wertvoll und nährend. – Wie das gemeinsame Schmausen, Lachen und Plaudern nach den Ritualen ♥

Es war für mich eine wunderschöne und sehr kraftvolle Erfahrung, die mich ganz bewusst hat werden lassen – diesem letzten kleinen Stück der Schwangerschaft und der nahenden Ent-bindung gegenüber.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


27 April 2016

Liebster Mangosmoothie

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Mango_Baobab_Gerstengras_Kurkuma_SmoothieGrüner Smoothie_Mango_Spinat

Ernährung in der Schwangerschaft … puhah. Frau könnte und sollte ja sooo viel Gutes zu sich nehmen. Bloß:
Am Anfang war die Übelkeit (24 Stunden am Tag, jeden Tag bis gefühlt ewig in diesem Prozess und nichts hat geholfen). Meine Homöopathin meinte dazu “gut ist, was drin bleibt”. Mein Körper meinte, gut ist: zuckerhaltiges Wasser mit viel Kohlensäure (trink ich sonst nie), Gumminaschzeug (ess ich sonst … jep, so gut wie gar nicht), viel viel Weißbrot und Käsetoasts (mit Mayonnaise und Ketchup). Ich schätze die nächtlichen, morgendlichen Datteln und Maiswaffeln konnten nur einen geringen Gegenpol liefern.

Insgesamt folgten dann: eine mindestens-2-Grapefruits-am-Tag-Phase, die ich-ess-Äpfel-wie-wild-Phase (und ausschließlich bestimmte Sorten), die rohe-Karotten-sind-meine-Freunde-Phase, eine ohne-Bio-Minigurken-kann-ich-nicht-Phase und schließlich die bitte-noch-mehr-Melonen-exotische-Früchte-Kurzphase.
Der Trend insgesamt: viel Obst und Gemüse, eher roh.
Nach wie vor hält das Kind in mir nicht sonderlich viel von glutenfrei. Das macht den Bauch nicht satt. Insofern ist Brot stets hoch im Kurs, aber Gott sei Dank wird die Sauerteigvariante nun mindestens so herzhaft in Empfang genommen, wie das Weizensemmerl.

Meine Vorstellungen waren ja andere.
Belassen wir’s dabei ;O)

Was aber in den letzten Monaten gut ging und absolut lecker schmeckte und selbst beim abendlichen Sodbrennen Linderung brachte: mein

allerliebster Mangosmoothie – Rezept

Abgewandelt nach einem Rezept von Earthsprout, wo man ihn in etwa so findet, aber ohne dem Grünzeug und er “Liquid Sunshine” heißt. Hach.
Das kommt bei mir in den Mixer:

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