Sonnennest

31 März 2017

Seidenengerl Bastelei

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Seidenengel_Waldorf

Wenn meine Hände etwas schaffen können (basteln, nähen, kochen, backen …), dann bedeutet das für mich Ausgleich, Energie, Freude.
Das war mir gar nie sooo bewusst, weil gemacht hab ich immer schon. (Die Veranlagung von meiner Mama …)

Vor ein paar Monaten haben mich dann die Waldorf-Püppchen gepackt und von dort war’s ein kleiner Schritt zum folgenden Bastelexperiment:

Seidenengerl-Mobile

Dafür braucht man, ja, Seide. Ich hab so ein Stück Meterware von meiner Mama bekommen. Aus dem hab ich Quadrate im Format 25 x 25 cm ausgeschnitten und diese dann mit Ostereierfarben eingefärbt. Sehr schnell und einfach und vermutlich eine sehr kostengünstige Variante die Seide in so vielen Farben bunt zu kriegen.

Regenbogenfarben sollten’s sein (die Zwischentöne am Foto hier unten fanden ebenfalls Verwendung).

Seide färben Ostereierfarbe

Dann also die Tücherl aufgehängt zum Trocknen (was ja recht zackig geht).
Für die Engerl braucht’s noch Köpfe aus Wolle. In meinem Fall Schafschurwolle, die ich zu Kugeln gewickelt und mit einer Filznadel etwas verfilzt habe.
Je eine Wollkugel auf ein getrocknetes und gebügeltes farbiges Quadrat Seide legen und unterm Kopf abbinden.

Seide günstig färbenSeidenengel_Mobile

Fertigstellung

Fürs Mobile einen Ring aus einem Zweig formen und gut zusammen schnüren.
Am oberen Ende des Wollkopfes der Engerl einen Faden durchziehen (Nähnadel!) und mit dem Faden das jeweilige Engerl am Ring festbinden. Alle 7 höhenversetzt.

Wenn alles dran ist, am Ring Schnüre befestigen und das Mobile an einem passenden Ort aufhängen. Anpusten. Freuen.

Alles Liebe,
Nina Rebekka


6 Februar 2017

Hautstraffende Körpercreme

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

hautstraffende Creme

Weil’s so schön auch zum vorangegangenen Blog-Artikel passt, teile ich hier ein Rezept aus einem kleinen Büchlein (DIY Mama & Baby; natürlich gepflegt).

Das Anrühren macht Spaß, das Gefühl, etwas selbst hergestellt zu haben befriedigt. Kosmetik ohne Scheiß um wenig Geld.

Hautstraffende Körpercreme

was man braucht:
3/4 Tasse Kokosöl
3 EL Hamameliswasser
2 EL Bienenwachsdrops
ätherische Öle:
10 Tropfen Rosmarinöl
30 Tropfen Grapefruitöl
30 Tropfen Zypressenöl

Die ätherischen Öle schlagen etwas zu Buche, wenn man nicht schon ein Sammelsurium von ihnen daheim hat. Auch eines als einzelnes davon reicht beduftender und straffender Weise aus.

Die Bienenwachsdrops im Kokosöl im Wasserbad schmelzen.
In einem zweiten Gefäß (gute alte Plastikschüssel z.B.) das Hamameliswasser mit den ätherischen Ölen mischen.
Wenn das Bienenwachs geschmolzen ist, die Ölmischung langsam ins Wasser-ätherische Öle-Gemisch gießen und ordentlich mixen dabei. Handmixer tut Wunder, Schneebesen geht auch. Das ganze so lange, bis eine schöne cremige Masse entstanden ist (geht recht flott).
Die Creme dann in ein ausgekochtes, mit Alkohol gereinigtes Einmachglas füllen. Und erst auskühlen lassen und dann erst den Deckel drauf.
Wohliges Eincremen!

Alles Liebe,
Nina Rebekka


23 Januar 2017

Yogi’s choice

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Paschimottanasana

Füße hüftbreit oder ganz zusammen. Finger weit auseinander und aktiv oder Hände sanft und weich. Dies oder das. Asana hm oder Asana bfah. Vanille oder Schokolade …
Entscheidungen.
Möglichkeiten.
Für jeden etwas.
Das auf alle Fälle.

Mein Yoga hat mich meiner Körpermitte wieder näher gebracht. Die Fakten:

1 Schwangerschaft
41+ Wochen
25 Kilo (!) mehr am und im Körper

Und 70 % davon gefühlt, zuletzt in den Beinen, die wie Feuerwehrschläuche prall gefüllt mit Wasser waren.

Das Wasser kam, das Wasser ging.
Die Körpermitte dehnte sich aufs unfassbarste aus, und ehrlich, das dauert bis die wieder pfffffft gemacht hat. Und die Frage, ob dieses “mehr-an-Haut”, das noch da ist, sich jemals wieder so fuziklein zusammenziehen kann. Die Antwort wird kommen. Das Gefühl im Bauch ist jedenfalls jetzt schon wieder wirklich gut und kraftvoll. Hello Navasana, du alte Socke!

Was mir geholfen hat:
Rückbildungsstunden bei Bettina und Christiane. 
Meine Physio-Cranio-Frau, die mit mir die Verspannungen im Gewebe, in den Bauchorganen bearbeitet und beatmet hat.
Ground and reach – erden und ausdehnen. Im Yoga und auch sonst zwischendurch immer wieder ins Bewusstsein kommen lassen, dass mein Körper sich in beide Richtungen ausdehnen und wirken kann. Gewicht nach unten abgeben, Kraft in den Boden, Kraft aus dem Boden, um sich dann nach oben, links und rechts weit auszudehnen. Was ich sagen will: gesundes Yoga hilft!
Auf sich selbst achten hilft. Not easy, aber machbar! Dieses eine Mal Shiatsu / zur Kosmetikerin / allein in den Wald / 2 Stunden Yoga …

Was heute geholfen hat und noch mehr in die Mitte bringt: Worte
Dass es ausreicht, bei all den Entscheidungen, die anstehen und gemacht werden wollen, dass es ausreicht sich SICHER GENUG zu sein. Dass es diese 100 % nämlich ehrlich, EHRLICH nicht gibt. Noch nicht mal der 100%ige Alkohol, den ich aus der Apotheke zu Reinigungszwecken geholt habe ist wirklich 100 % Alkohol. Nope. 97 % steht da drauf. 97!! Also quasi 100. Ausreichend, genug jedenfalls.

Wenn’s also um eure Mitte geht:
Was tut gut?
Was hilft?
Was fühlt sich IM MOMENT richtig an?

Alles Liebe,
Nina Rebekka


21 Januar 2017

Kraftsuppe (fürs Wochenbett)

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Kraftsuppe_Rinderbrühe_Rindsuppe

So, ich sag jetzt wie’s ist: Ja, ich esse Fleisch.
Aber wie kann sie nur. Sie ist doch Yogalehrerin und sowieso und überhaupt.
Das isses liebe Menschen. Da diskutier ich jetzt mit niemandem. Schon gar nicht, wenn’s in irgendeine radikale Richtung geht.

Warum esse ich Fleisch? Weil, ehrlich, es schmeckt mir. Und ja, ich weiß, dass Lebewesen dafür sterben müssen.

Es ist schon einige Wochen her, da saß ich in der Rückbildungsstunde. Manche Frauen berichteten von Haarausfall und einigen anderen nicht ganz so freudigen Schwangerschafts-Geburts-Nachwirkungen. (Für alle, die das nicht wissen: eine Schwangerschaft und das Gebären eines Kindes kosten dem Körper VIEL substantielle Kraft.)
Hierzu kam als Tipp und Hilfestellung von unserer Hebamme, das Thema der Kraftsuppen.

Nicht nur ein schamanischer Ansatz, dass hier die Kraft des Tieres an den Suppe-löffelnden Menschen übertragen wird. Kraftsuppen sind nichts Neues. Sie sind wohltuend, heizen ein, spenden, nu ja, Kraft auf physischer Ebene.

Fast jede Woche steht hier eine 4 Stunden lang köchelnde Rindsuppe auf dem Herd. Ein groooßer Topf davon.
Gewürzt ist die Suppe mit allerlei Feurigem (Ingwer, Knoblauch, Zwiebel, Piment, schwarzer Pfeffer, Chili, Nelken, sowie Lorbeer und Wacholderbeeren). Eine große Portion Gemüse ist mit dabei. Salz braucht es nur sehr wenig.

Meine Vorgehensweise beim Kochen:

Die Gewürze in ein Teesackerl geben und zubinden.
Gemüse putzen und schneiden.
Topf auf den Herd, eine halbierte Zwiebel (ohne Fett) anrösten und wieder raus nehmen.
Dann einen Klecks Ghee drin schmelzen und das Fleisch kurz anbraten. Gemüse (und frische Kräuter, wie Petersilie) dazu.
Mit kochend-heißem Wasser aufgießen.
Deckel nicht ganz drauf.
Hitze stark reduzieren und bei geringer Hitze ca. 4 Stunden köcheln lassen.
Danach die Suppe abseihen.

Slow Food. Power Food. Kraftsuppe eben.

Ich hätte mir lange und langsam gekochte Suppen schon in meinem Wochenbett schmecken lassen sollen. Aber sie helfen auch jetzt noch – jetzt, wo die körperliche Kraft schon zu einem guten Teil wieder da und dennoch immer wieder gefordert ist (Schlafmangel …).

Für vegetarisch-lebende Wöchnerinnen, lässt sich bestimmt auch mit den richtigen kraftspendenden (wärmenden) Gewürzen eine großartige Suppe zubereiten!

In dieser oder jener Form kann eine Kraftsuppe ein nährendes und hilfreiches Mitbringsel sein, wenn man “zum Baby schauen” eingeladen ist. (Wenn man nicht eingeladen ist, geduldet man sich im Übrigen solange, bis die junge Familie grünes Licht für Besuch gibt!)

Alles Liebe,
Nina Rebekka


6 Januar 2017

dieser Moment + YOGA !

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Alltag

Unspektakulär und nicht aufgeräumt. Da sitz ich und schau mich um. Das Bild verrät in etwa was ich sehe.
Obergeschoss-Spielzeug samt Decke des Babysohns, Kredenzteile, die frisch lackiert worden sind. Fast-Alltag.

2016 ging und ein neues Jahr hat begonnen. Das über-Mitternacht-schlafen war wohltuend und ich war umgeben von den beiden Menschen, mit denen ich am meisten und liebsten meine Tage verbringe.

Ich bin berührt von den kleinen Geschenken, die das Leben für uns alle bereit hält. Berührt vom Alltäglichen und “Kleinen”.

Ich wünsch uns allen “mehr-Kleines-sehen” und die Dankbarkeit, die daraufhin das Herz auffüllt zulassen und genießen und vollends fühlen zu können. Ich wünsch uns allen glücklich sein und lächeln.

Wer für die Neujahrsmotivation dennoch was handfestes braucht, weil bestimmte Vorsätze “auf da Dackn stehn”, der folge dem Link hier. Ein noch-einsteigen, wann auch immer ist absolut empfehlenswert:

YogawithAdriene-yoga-revolution

Alles Liebe dir da draußen,
Nina Rebekka


15 Dezember 2016

happy halbes Jahr

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Babypo

Heute ist der Streifenpo 6 Monate alt.

Ob er denn “brav” sei, ist so ein Klassiker unter den Fragen, die man als Jungmama gestellt bekommt. Da draußen kursiert eine Vorstellung von “brav”, bei der ich nicht mitkann. Die kleinen Menschen gacksen da sowieso drauf.

Also nein, wir sind weit weg von ruhigen, durchgeschlafenen Nächten. Anders würde das auch keinen Sinn ergeben, denk ich.
Ja, das härtet ab, macht nebst all der Müdigkeit, nicht nur die kognitiven Fähigkeiten langsamer, sondern auch ein bisschen stärker. Innerlich. Belastbarer, resilient wär das Modewort dazu.
Der kleine Mann ist aufgeweckt, er ist grundentspannt (der Papa), er ist fröhlich und lacht gern und viel, er beobachtet alles ganz genau (die Mama) und scheint auch vor emotionalen Tiefen nicht zu scheuen (auch die Mama).
Mit gestern hat er die Ebene des Liegens erstmals komplett verlassen und fand sich im Vierfüßerstand wieder (hei!).
Seinen Sturschädel spürt man teils jetzt schon, das ungarische Paprikatemparament, das in seine Ahnenlinie gewürzt ist ebenso.

Und dann hab ich mich ertappt.
Ganz oft sag ich auf die Frage, wie’s ‘uns’ denn so geht, dass es schon auch anstrengend sei. Also nicht, dass das jetzt gelogen wäre. Es ist ja auch wirklich anstrengend.
Aber wie viel Zeit haben Menschen, die einen das unterwegs so fragen? Wie wirklich wollen die zuhören?
Weil, die Sache ist seeeehr nuancenreich.
Wie’s uns geht? Kennt wer noch die flimmernden Bildschirme, wenn ein Sender grade Pause machte? Schwarz-weißes Flirren? SO geht’s!

ALLES ist da. Manchmal auch tatsächlich parallel zueinander. Und nein, es vermischt sich nicht zu grau! Es bleibt schwarz UND es bleibt weiß.
Ich erfahre Zustände, da wär ich “allein” ja nie nicht hingekommen. Holy cow.

Ist jetzt alles anders? Nein.
Die Lieblingsnougatschoki steht immer noch am selben Fleck im Supermarkt. Mein linker Fuß ist immer noch dort, wo er hingehört. Alles verändert sich wie gehabt.
Leben mit Kind ist nicht komplett anders. Das wär zu banal.

Ich hab da so ein Bild: mal angenommen du liest ein Buch. Eine Seite um die andere und dann blätterst du mal um und da ist so eine Faltkarte drin oder ein kleiner Leporello und das Ding faltest du dann auf – so ist Leben mit Kind für mich. Da sind auf einmal so viel mehr Seiten, so viel mehr Nuancen, so viel MEHR einfach.
Und das ist sooo schön und zutiefst berührend und leise und laut und eben ALLES.

Aber das sind erst die Erkenntnisse einer 6 Monate alten Mama eines 6 Monate alten Streifenpos.
Happy Birthday mein Kleiner!

Nina Rebekka aka Mama


22 November 2016

echt jetzt!?!!

Veröffentlicht von: Nina Rebekka

Herzohr

“Niemand versteht die Ledermäuse. … Nicht einmal die Ledermäuse.” (Walter Moers)
Das fällt mir jetzt dazu ein.

5 Monate nach Schlüpfung des Sohnes, ist es nun langsam auch in meinem Verstand angekommen: der kleine Mensch, der das Zu-Haus hier mit bewohnt ist mein Kind.
Verstehen-wollen ist für mich ein Motor. Manchmal führt der aber dazu, dass ich mir viel Energie raube. (Eine andere Geschichte.)

Verstehen-wollen und verstanden-sein-wollen sind, denk ich, wichtig für die meisten von uns.
In Gesprächen mit Mamas, als ich noch nicht “hier” war, konnte ich immer nur versuchen zu erahnen worum’s geht und wie sich’s anfühlt. Jetzt sieht die Sache anders aus. Jetzt bin ich auch “hier” und fühl mich manchmal nicht verstanden und versteh mich oft auch selbst nicht. Nicht dass das ohne Kind anders gewesen wäre. Aber “hier” potenziert sich an manchen Tagen der innere Wahnsinn.

Wenn man seit Monaten des nächtens im Schnitt alle 2 Stunden aufgeweckt wird, der Babysohn ein Tempo in der Entwicklung hinlegt, dass ihm selbst schwindlig wird und er nach nächtlichen Schmausungen dann noch ein bisschen mehr Zuwendung braucht (auf gut deutsch nimmer von alleine in den Schlaf findet und herumgetragen werden möchte) … na jedenfalls spitzt sich die Lage dann schon mal ordentlich zu.
Und man liegt halb schlafend mit dem Kopf auf der Wickelunterlage während das Kind neben einem um 4.00 morgens das über links auf den Bauch drehen weiter perfektioniert. … Im besten Fall chillt Mama hier versuchter Weise eine Runde. Und dann gibt’s Momente / Tage, da is nix mehr mit chillen. Da dreht man am Rad. Da sind die Nerven quasi durch und wenn man nicht wüsste, woher’s kommt, müsste man sich selbst einweisen lassen – wenn man sich von innen heraus so beobachtet.
Das ist nicht schön. Das ist anstrengend. Das vergeht aber auch wieder. Und die Belastbarkeit nimmt weiter zu. Das beruhigt wiederum.

Wer das hier versteht, war selber schon mal “hier”. Und ab und an rettet der Gedanke, dass man nicht alleine dem Wahnsinn so nah ist.
Und dann kommt diese eine Nacht, in der’s ein bisschen besser ist und die einen durchatmen lässt. Thank goodness!

Und allermeistens geht’s sowieso gut “hier”.

Alles Liebe,
Nina Rebekka